Überblick

Die gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaft genießen in Österreich den Status als Körperschaften öffentlichen Rechts. Sie haben das Recht auf selbstständige Verwaltung ihrer inneren Angelegenheiten (Artikel 15 Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger (StGG)), auf Erteilung des Religionsunterrichts an staatlichen Schulen (Artikel 17 Absatz 3 StGG) und nach den allgemeinen Bestimmungen den Schutz ihres Namens.

Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ)

Die Anerkennung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich erfolgte im Jahr 1979 auf Grundlage des IslamG 1912, RGBl. Nr. 159/1912, durch Bescheid und schließlich aufgrund der Verordnung im Jahr 1988, BGBl. II Nr. 466/1988.

Seit 2015 staatliche Rechtsquelle: Bundesgesetz über die äußeren Rechtsverhältnisse islamischer Religionsgesellschaften – Islamgesetz 2015BGBl. I Nr. 39/2015 in der Fassung BGBl. I 146/2021

Informationen zum Novellierungsprozess des IslamG 2015.

Verfassung der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ)

Die Verfassung der IGGÖ vom 25. Februar 2016 wurde gemäß § 23 Absatz 1 IslamG 2015 mit GZ.: BKA-KA9.070/0004-Kultusamt/2016 am 26. Februar 2016 genehmigt.

Die Bekanntgabe der Verfassungsänderungen erfolgen durch Kundmachungen und Bekanntmachungen des Kultusamts.

Gemäß § 23 Absatz 3 Islamgesetz (IslamG) 2015 wird öffentlich zugänglich gemacht, dass die Anträge der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) vom 23. Dezember 2020 auf Genehmigung der Änderung der Verfassung und der Wahlordnung der Religionsgesellschaft mit Bescheid vom 5. Februar 2021, 2020-0.853.719, genehmigt wurden.