Neuerlicher Vandalismusakt am Gelände der Seestadt Aspern

Als Vertreter der acht Religionsgemeinschaften, die sich im Verein “Campus der Religionen” zusammengeschlossen haben, sind wir sehr betroffen über den neuerlichen Vandalismusakt am Gelände der Seestadt Aspern.
Eine derartige Schmähung und Herabwürdigung können und werden wir im Einklang mit den Verantwortlichen der Stadt Wien nicht dulden.

Wir halten daher fest:

  1. Wenn eine Religion unter uns angegriffen wird, sind alle angegriffen.
  2. Wir verurteilen jede Form von Antisemitismus – in Wort oder symbolisch gesetzter Tat.
  3. Wir treten füreinander ein und lassen uns durch solche Herabwürdigung einer religiösen Tradition nicht auseinanderdividieren.
  4. Gerade durch unsere Klarheit eines Miteinanders suchen wir einen sozialen Frieden für Österreich und für Wien, der über solche Geschehnisse hinausweist.

Trotz verstärkter Beobachtung ist es wieder zu einer Beschädigung einer Fahne am Baufeld in der Seestadt Aspern gekommen.  Da dies allerdings nicht unbeobachtet blieb und auf sozialen Medien Bilder entstanden sind, hoffen wir einerseits auf eine rechtmäßige Aufarbeitung.

Andererseits setzen wir auch auf das Gespräch mit den mutmaßlichen Verantwortlichen dieser Verletzung religiösen und sozialen Friedens in unserer österreichischen Gesellschaft. Wir wollen auch ihnen zeigen, dass wir jederzeit für eine Aussprache offen sind und bereit sind, ihnen die Hand zu reichen.