Neue COVID-19-Maßnahmen ab 15. September 2021

Neue COVID-19-Maßnahmen ab 15. September 2021

Aktualisierung der Schutzmaßnahmen ab 10.6.2021

Aktualisierung der COVID-19-Schutzmaßnahmen ab 10.6.2021

m Hinblick auf die geänderten Rahmenbedingungen und die neue COVID-19-Öffnungsverordnung, die ab 10.6. in Kraft tritt, ergeben sich auch für die Abhaltung von Gottesdiensten erneute Erleichterungen.

So ist nunmehr ein Personen-Mindestabstand von 1 Meter statt bisher 2 Metern vorgesehen. Weiters entfällt für das Gebet im Freien die bisherige Maskenpflicht (§ 13 Abs. 6 neu).

Ab morgen gelten daher österreichweit in allen Moscheen folgende Schutzmaßnahmen:

  • Verringerter Sicherheitsabstand von 1m
  • Verpflichtendes und durchgehendes Tragen einer FFP2-Maske im Innenraum
  • Beim Gebet im Freien kann auf das Tragen einer Schutzmaske verzichtet werden
  • Mitnahme eines eigenen Gebetsteppichs
  • Verzicht auf Händeschütteln und Umarmungen
  • Bereitstellung von Händedesinfektionsmittel und regelmäßige
  • Desinfektion häufig genutzter Flächen
  • Menschenansammlungen vor und im Gebäude sind zu vermeiden
  • Regelmäßige Testung des Moscheepersonals empfohlen
  • Personen mit Krankheitssymptomen ist der Besuch untersagt
  • Angehörigen von Risikogruppen wird empfohlen, die Moschee zu meiden

Wir danken für Ihr Verständnis und die gute Zusammenarbeit!

IGGÖ ad Ramadan: Neue Kraft für die letzte Phase der Coronapandemie schöpfen

IGGÖ ad Ramadan: Neue Kraft für die letzte Phase der Coronapandemie schöpfen

Wien (OTS/IGGÖ) – Im Schatten der Coronapandemie begeht die muslimische Gemeinschaft weltweit am Dienstag, den 13. April 2021 den ersten Fastentag des diesjährigen islamischen Monats Ramadan. Laut GesundheitsexpertInnen deutet auch weiter nichts darauf hin, dass das Fasten das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhen könnte. Geistig und körperlich gesunde Menschen, die die religiöse Reife erreicht haben, können daher auch dieses Jahr wie gewohnt fasten. Für viele Gruppen wird das Fasten unabhängig von der Coronapandemie jedoch als nicht obligatorisch angesehen, beispielsweise unter Kindern, Personen mit körperlichen oder intellektuellen Einschränkungen, chronisch Kranken und Hochbetagten.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) hat bereits im März des vergangenen Jahres ein ausführliches Sicherheits- und Hygienekonzept für ihre rund 350 Moscheen österreichweit ausgearbeitet und regelmäßig überarbeitet. Die Bildung von Corona-Clustern in Moscheen konnte so bislang vermieden werden. Der aktuelle Leitfaden „Sicher durch den Ramadan“ sieht unter anderem das konsequente Einhalten von Sicherheitsabständen, das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske und der Verwendung eigener Gebetsteppiche sowie die regelmäßige Testung des Moscheepersonals vor. Einrichtungen indes, die die Einhaltung der strengen Präventionsmaßnahmen nicht gewährleisten können, wird dringend empfohlen, ihre Tore geschlossen zu halten.

„Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitmenschen haben für uns weiterhin absolute Priorität. Den Fastenmonat Ramadan begehen wir daher unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen, schließlich liegt es auch im Interesse unserer Glaubensgemeinschaft, dass in unseren Gotteshäusern keine Ansteckungen stattfinden. Auf die Freude des gemeinschaftlichen Fastenbrechens in den Moscheen müssen wir in diesem Jahr folglich leider verzichten“, zeigt sich IGGÖ-Präsident Ümit Vural betroffen.

Wie lange die Maßnahmen Gültigkeit haben werden und ob die Verrichtung öffentlicher Gottesdienste bis zum Ende des Ramadans möglich sein wird, hängt maßgeblich von den Beschlüssen der Bundesregierung, den Empfehlungen der GesundheitsexpertInnen sowie der Beratung mit anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften ab.

Ein besonderes Anliegen der IGGÖ ist die Förderung der Impfbereitschaft der muslimischen Community, innerhalb derer kontroverse Debatten, was die Sicherheit und die Inhaltsstoffe der Corona-Schutzimpfung betrifft, geführt werden. „Der sicherste und effektivste Weg, sich selbst, unsere Mitmenschen und vor allem die am meisten gefährdeten Personen vor dem Coronavirus zu schützen, ist die Inanspruchnahme einer Schutzimpfung. Ich selbst werde mich daher aus einer solidarischen Haltung der Gesellschaft gegenüber jedenfalls impfen lassen“, betont Vural. Der theologische Beratungsrat der IGGÖ hat die Empfehlung, sich impfen zu lassen, bereits vor einigen Wochen ausgesprochen und hält nun auch ausdrücklich fest, dass der Erhalt einer Corona-Schutzimpfung das Fasten im Ramadan nicht bricht.

„Wir befinden uns in der hoffentlich letzten Phase einer kollektiven Anstrengung zur Bekämpfung der Coronapandemie in Österreich. Für alle Musliminnen und Muslime, die den Ramadan begehen, gilt es nun, aus dieser gesegneten Zeit im engsten familiären Kreis neue Kraft für die letzten Meter zu schöpfen. Im Namen unserer Glaubensgemeinschaft wünsche ich einen gesegneten Ramadan und all unseren Mitmenschen Gesundheit und Geduld für die kommenden Wochen“, so Vural abschließend.

Menschen, die mit den Auswirkungen der Coronakrise zu kämpfen haben und seelischen oder familiären Problemen gegenüberstehen, bietet die IGGÖ durch ihre psycho-soziale Beratungsstelle sowie der während der Pandemie neu eingerichteten Telefonseelsorge befähigte und verschwiegene GesprächspartnerInnen an, die ihnen bei der Bewältigung von Problemen beistehen und ihre Anonymität achten.

März 2021: Aktualisierter Leitfaden für Moscheen und islamische Einrichtungen

Ab sofort verschärfte Schutzmaßnahmen in allen Moscheen und islamischen Einrichtungen österreichweit

Mit einem aktualisierten Leitfaden reagiert die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich auf die aktuell erneut ansteigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus im ganzen Land.

Gemeinschafts- und Freitagsgebete sind in allen Moscheen österreichweit weiterhin unter Einhaltung der angeführten Schutz- und Hygienemaßnahmen möglich.

Präventionskonzept für den Moscheeunterricht

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich empfiehlt all ihren Einrichtungen, bei der Umsetzung des Moscheeunterrichts und der Kinder- und Jugendarbeit das speziell dafür ausgearbeitete aktuelle Hygiene- und Präventionskonzept zu beachten.

HINWEIS: In Wien, Niederösterreich und im Burgenland sind alle Gemeinschaftsaktivitäten, einschließlich dem Moscheeunterricht aufgrund des starken Anstiegs der Coronainfektionen bis auf Weiteres auszusetzen bzw. auf Online-Unterricht umzustellen.

Verschärfungen für den Osten Österreichs

Regionale Verschärfungen sind bis auf Weiteres für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland vorgesehen, wo bis auf die Gemeinschafts- und Freitagsgebete alle Gemeindeaktivitäten einschließlich des Moscheeunterrichts auszusetzen sind. Dieser soll wo möglich auf Online-Unterricht umgestellt werden.

Aktuelle COVID-19 Schutzmaßnahmen

Aktuelle COVID-19 Schutzmaßnahmen

Ab Sonntag, den 7. Feber 2021 können in allen Moscheen der Islamischen Glaubensgemeinschaft österreichweit die Gemeinschafts- und Freitagsgebete unter Berücksichtigung folgender Schutz- und Hygienemaßnahmen wiederaufgenommen werden:

  • Verpflichtendes Tragen von FFP2-Masken
  • Einhaltung eines Mindestabstands von 2m
  • Mitbringen eines eigenen Gebetsteppichs
  • Bereitstellung von Desinfektionsmittel am Eingang und Ausgang der Moschee
  • Keine Umarmungen und kein Händeschütteln

Leitfaden zur erneuten Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete

Leitfaden zur erneuten Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete

Die Bundesregierung hat angesichts des dramatischen Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich ab Sonntag, den 27. Dezember 2020 geltende Maßnahmen formuliert, die das öffentliche Leben in Österreich erneut drastisch einschränken.

VertreterInnen aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften haben gemeinschaftlich entschieden, als Selbstverpflichtung und aus einem Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft gegenüber heraus, alle Aktivitäten in ihren religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich verzichtet daher auf die Abhaltung von Gemeinschafts- und Freitagsgebete in allen Moscheen österreichweit ab Montag, den 28. Dezember 2020 bis einschließlich Sonntag, den 17. Jänner 2021.

Leitfaden am 28. Dezember 2020

Leitfaden zur Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete

Leitfaden zur Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete

Bei einer Videokonferenz haben heute Vormittag die VertreterInnen aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften entschieden, als Selbstverpflichtung und aus einem Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft gegenüber heraus, alle Aktivitäten in den religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich setzt daher die Gemeinschafts- und Freitagsgebete in allen Moscheen österreichweit ab Dienstag, den 17. November 2020 bis einschließlich Sonntag, den 6. Dezember 2020 aus.

Bitte beachten Sie unseren ab 16. November 2020 bis 6. Dezember 2020 geltenden Leitfaden für Moscheen und islamische Einrichtungen. Wir bitten Sie dringend, die Maßnahmen und Beschränkungen pflichtbewusst mitzutragen und umzusetzen.

Leitfaden

IGGÖ ad Coronavirus: Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete in Moscheen

IGGÖ ad Coronavirus: Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete in Moscheen

Wien (OTS/IGGÖ) – Die Bundesregierung hat angesichts des dramatischen Anstiegs der Infektionen mit dem Coronavirus in Österreich vergangenen Samstag Maßnahmen formuliert, die das öffentliche Leben in Österreich erneut drastisch einschränken.

Bei einer Videokonferenz haben heute Vormittag die VertreterInnen aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften entschieden, als Selbstverpflichtung und aus einem Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft gegenüber heraus, alle Aktivitäten in den religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen. „Wie schon seit Beginn der Pandemie haben wir als Religionsgemeinschaften einen gemeinsamen Weg gefunden und werden diesen Weg auch in den kommenden Wochen gemeinsam gehen“, so Präsident Ümit Vural.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich setzt daher die Gemeinschafts- und Freitagsgebete in allen Moscheen österreichweit ab Dienstag, den 17. November 2020 bis einschließlich Sonntag, den 6. Dezember 2020 aus. „Im Islam spielt die gemeinsame Verrichtung des Gebets, die Zusammenkunft als Gemeinschaft in der Moschee eine besondere Rolle. Dennoch gilt unsere größte Sorge nun dem Wohle und der Gesundheit unserer Mitmenschen“, erklärt der Präsident die Entscheidung.

Aus islamischer Sicht gilt die Verpflichtung zur Durchführung des Freitagsgebets als aufgehoben, wenn Krankheit oder Sorge um Gesundheit und Leben vorliegen. Ausnahmslos alle Moscheen und Imame sind daher dazu angehalten, sich an die Maßnahmen zu halten. Über Online-Angebote und digitale Kommunikationskanäle soll wie schon im Frühjahr der Kontakt zu Gemeindemitgliedern aufrecht erhalten bleiben. Die Tore der Moscheen bleiben für das persönliche Gebet und seelsorgerische Dienste weiterhin geöffnet, denn gerade in Zeiten wie diesen brauchen viele Menschen den seelischen und spirituellen Zuspruch ganz besonders.

Präsident Vural ruft die muslimische Gemeinschaft dazu auf, den Forderungen der Bundesregierung uneingeschränkt nachzukommen: „Ich bitte alle Musliminnen und Muslime, die angeordneten Schutzmaßnahmen einzuhalten, auf größere Zusammenkünfte auch innerhalb der Familie so weit wie möglich zu verzichten und all jenen Personen, die diese benötigen, jetzt vermehrt ihre Unterstützung zukommen zu lassen.“

IGGÖ ad Coronavirus: Erneute Verschärfung der Schutz- und Hygienemaßnahmen für Moscheen und islamische Einrichtungen

IGGÖ ad Coronavirus: Erneute Verschärfung der Schutz- und Hygienemaßnahmen für Moscheen und islamische Einrichtungen

In den vergangenen Tagen ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen dramatisch gestiegen. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und das Gesundheitssystem nicht in Bedrängnis zu bringen, hat die Bundesregierung erneut einschneidende Maßnahmen im Kampf gegen das Virus geschaffen. Zwischen Kultusministerium und den Kirchen und Religionsgesellschaften wurde jedoch vereinbart, dass öffentliche Gottesdienste unter einer drastischen Verschärfung der Schutz- und Hygienemaßnahmen weiterhin abgehalten werden dürfen.

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen und die damit verbundenen Beschränkungen und Vorschriften unterstützt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich uneingeschränkt. Sie hat daher ihren Einrichtungen einen ab Dienstag, den 3. November 2020 geltenden Leitfaden für die gemeinschaftliche religiöse Praxis in ihren Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Dieser soll den österreichischen MuslimInnen auch in der aktuell besorgniserregenden Situation einen sicheren Rahmen für das Gebet in der Gemeinschaft ermöglichen.

Einrichtungen jedoch, die die Einhaltung der Maßnahmen nicht gewährleisten können, sind dazu angehalten, diese für die kommenden Wochen geschlossen zu halten. „Vor allem älteren Personen und Angehörigen von Risikogruppen empfehlen wir dringend, Moscheebesuche in der nächsten Zeit zu meiden und ihre Gebete zuhause zu verrichten“, sagt IGGÖ-Präsident Vural. Moscheegemeinden sollen wie bereits im Frühjahr Online-Angebote schaffen und über digitale Kommunikationskanäle mit ihren Gemeindemitgliedern in Verbindung bleiben. Neben der Nachbarschaftshilfe für MitbürgerInnen, die einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie jenen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden wird ein besonderer Augenmerk auf die verstärkte seelsorgerische Unterstützung in diesen herausfordernden Zeiten gelegt.

Präsident Vural: „Diesbezüglich weise ich auf unser neues Angebot der Telefonseelsorge hin, die allen Ratsuchenden zu festen Zeiten die Möglichkeit bietet, befähigte und verschwiegene Gesprächspartner zu finden, die sie in ihrer jeweiligen Situation ernst nehmen, ihnen im Krisenfall beistehen und ihre Anonymität achten.

Neuer COVID-19 Leitfaden der IGGÖ

Schutz- und Hygienemaßnahmen für Moscheen und islamische Einrichtungen in Österreich
gültig ab 23. Oktober 2020

Aufgrund der erneut stark ansteigenden Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Österreich wurde von der Bundesregierung eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus beschlossen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich stellt im Folgenden ihren Kultusgemeinden, Moscheegemeinden, Fachvereinen bzw. allen in Österreich lebenden MuslimInnen einen unter Beachtung der angeordneten Rahmenbedingungen ausgearbeiteten und ab 23. Oktober 2020 geltenden Leitfaden für die gemeinschaftliche religiösen Praxis in ihren Einrichtungen zur Verfügung.

Dieser Leitfaden versteht sich als Empfehlung für moscheeführende Gemeinden, wie die von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Es gilt das Prinzip der Eigenverantwortung. Die Moscheevorstände, Imame und das Moscheepersonal haben dabei stets auf die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen zu achten.

Ich möchte mich bei allen Obleuten, Imamen und freiwilligen HelferInnen bedanken, die auch bislang die Vorgaben der Bundesregierung und die Empfehlungen der IGGÖ mit großem Pflichtbewusstsein umgesetzt haben. Sie ermöglichen damit ihren Gemeinden einen sicheren Rahmen für das Gebet in der Gemeinschaft. Mein Dank gilt darüber hinaus den österreichischen MuslimInnen, die die strikten Maßnahmen verständnisvoll aufgenommen haben und verlässlich umsetzen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Kooperationsbereitschaft!

Mag. Ümit Vural
Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

Erfolgreicher Abschluss der Spendenaktion

#rettetunseremoscheen - Erfolgreicher Abschluss der Spendenaktion

Die mit der Corona Pandemie über viele Wochen einhergehenden Beschränkungen im Frühjahr 2020 haben viele islamische Einrichtungen in Österreich sehr hart getroffen. Von einem Tag auf den anderen sind die üblichen Spendensammlungen bei den täglichen Gebeten und vor allem den Freitagsgebeten, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, ersatzlos weggefallen. Dies hat dazu geführt, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten, Lohnkosten der Imame und des Personals nicht mehr beglichen werden konnten.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat daher die muslimische Gemeinschaft dazu aufgerufen, mit ihrer Spende den Erhalt der Moscheen zu sichern, die die Generationen vor uns mit großer Mühe und teilweise mit ihren eigenen Händen aufgebaut haben und sie so vor einer Schließung zu bewahren.

Die IGGÖ bedankt sich an dieser Stelle recht herzlich bei der muslimischen Gemeinschaft und allen UnterstützerInnen für ihre Hilfsbereitschaft und Solidarität!
Mit ihren Spenden in der Höhe von insgesamt €60.358 haben sie einen Teil dazu beigetragen, das islamische Leben in Österreich zu erhalten und sicherzustellen.

Anbei möchten wir Sie über die schlußendliche Verwendung Ihrer Spenden informieren. Die IGGÖ setzte diese in jenen Einrichtungen ein, wo am dringendsten Hilfe benötigt und ein vollständiger Antrag auf Beihilfe eingereicht wurde. Alle Kosten für den Verwaltungsaufwand wurden vollständig von der IGGÖ übernommen; so garantiert sie, dass Ihre Spenden vollständig widmungsgemäß eingesetzt wurde.

Dank Ihrer Spenden konnten die laufenden Kosten für 32 Moscheen in ganz Österreich beglichen werden. Dem während der Coronakrise abgebrannten  somalischen Gebetshaus im fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk konnte ebenfalls ein Zuschuss zu den Sanierungsarbeiten bereitgestellt werden. Die IRPA, welche  während des Lockdowns großartige Arbeit in Form eines Webinar-Angebots für Studierende und ein interessiertes Publikum geleistet hat, wurde ebenso unterstützt wie die Islamischen Religionsgemeinden in den Bundesländern, die ihre Gemeinden durch lokale Hilfsprojekte maßgeblich unterstützt haben. Die islamische Seelsorgeeinrichtungen wurden in den vergangenen Monaten von der Community überdurchschnittlich in Anspruch genommen. Auch hier konnte das Hilfsangebot durch Ihre Unterstützung nicht nur erhalten, sondern sogar ausgebaut werden: so wird die aufgrund des Besuchsverbots in Spitälern und Pflegeeinrichtungen Mitte März kurzfristig eingerichtete Telefonseelsorge aufgrund der großen Nachfrage und positiven Resonanz ab Herbst als neue Serviceeinrichtung der IGGÖ etabliert. Schließlich konnte auch ein Fonds zur Unterstützung für in Folge der Coronakrise in Not geratener Privatpersonen und Familien eingerichtet werden.

Nochmals vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den vergangenen Monaten unzählige Stunden wertvoller und unvergleichlicher Arbeit für die Gemeinschaft geleistet haben!

Schutzmaßnahmen für das Opferfest

Schutzmaßnahmen für das Opferfest
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich begrüßt am Freitag, den 31. Juli 2020 mit dem Opferfest (Eid ul-Adha) den höchsten islamischen Feiertag und Höhepunkt des Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka. Auch dieser findet heuer aufgrund der Corona-Pandemie unter besonderen Umständen statt.
Am viertägigen Fest gedenken Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt der Prüfung des Propheten Abrahams durch Gott. Es beginnt mit einem Gebet in den frühen Morgenstunden des ersten Festtags. Um eine Ausbreitung des Coronavirus unter den Besucherinnen und Besuchern zu verhindern, hat die IGGÖ abermals ihre Schutz- und Hygienemaßnahmen verschärft. So ist etwa österreichweit das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ebenso verpflichtend, wie die konsequente Einhaltung des Mindestabstands von einem Meter und die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln in den Moscheen. Auf Händeschütteln und Umarmungen bei den Festtagswünschen soll verzichtet werden. Die Imame sind dazu angehalten, das Gebet nicht in die Länge zu ziehen und wenn möglich sogar mehrere Gebete anzubieten, um große Menschenmengen zu vermeiden.
„Die Islamische Glaubensgemeinschaft wünscht allen Musliminnen und Muslimen Freude, Gesundheit und ein gesegnetes Opferfest. Auch wenn die Umstände besondere sind, so brauchen wir mehr denn je unseren Glauben und die Hoffnung, um die noch vor uns liegenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Coronakrise auch weiterhin bewältigen zu können“, so IGGÖ-Präsident Vural.

COVID-19 Beihilfe der IGGÖ

Liebe Geschwister,
sehr geehrte Damen und Herren,

die mit der Corona Pandemie über viele Wochen einhergehenden Beschränkungen haben viele islamische Einrichtungen in Österreich sehr hart getroffen. Von einem Tag auf den anderen sind die üblichen Spendensammlungen bei den täglichen Gebeten und vor allem den Freitagsgebeten, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, ersatzlos weggefallen. Dies hat dazu geführt, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten, Lohnkosten der Imame und des Personals nicht mehr beglichen werden konnten.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat daher die muslimische Gemeinschaft dazu aufgerufen, mit ihrer Spende den Erhalt der Moscheen zu sichern, die die Generationen vor uns mit großer Mühe und teilweise mit ihren eigenen Händen aufgebaut haben und sie so vor einer Schließung zu bewahren.

Die IGGÖ möchte sich recht herzlich bei der muslimischen Gemeinschaft und allen UnterstützerInnen für ihre Hilfsbereitschaft und Solidarität bedanken!
Mit ihren Spenden in der Höhe von insgesamt €60.358 haben sie einen Teil dazu beigetragen, das islamische Leben in Österreich zu erhalten und sicherzustellen.

Leitfaden zur schrittweisen Öffnung der Moscheen, überarbeitete Fassung

Leitfaden zur schrittweisen Öffnung der Moscheen
Überarbeitete Fassung vom 28. Mai 2020

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Im Zuge der stufenweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens in Österreich wurde in Zusammenarbeit mit dem im Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamt sowie den anderen anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften die Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste ab 15. Mai 2020 unter Einhaltung strenger Schutz- und Hygienemaßnahmen beschlossen.

Da die ersten Schritte der Moscheeöffnungen äußerst positiv verlaufen sind, können mit 29. Mai 2020 weitere Erleichterungen zugelassen werden. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Obleuten, Imamen und freiwilligen HelferInnen bedanken, die mit größtem Engagement und Pflichtbewusstsein die Vorgaben der Bundesregierung und die Empfehlungen der IGGÖ vorbildlich umgesetzt haben. Sie ermöglichen damit ihren Gemeinden einen sicheren Rahmen für das Gebet in der Gemeinschaft. Mein Dank gilt darüber hinaus den österreichischen MuslimInnen, die die strikten Maßnahmen verständnisvoll aufgenommen haben und verlässlich umsetzen. Als muslimische Gemeinschaft haben wir nicht nur die Zeit des Lockdowns, sondern eben auch diese Zeit des stufenweisen Hochfahrens unseres gemeinschaftlichen Lebens verantwortungsvoll und vereint gemeistert. Vielen Dank dafür!

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat unter Beachtung der angeordneten Rahmenbedingungen ihre Pläne zur schrittweisen Wiederaufnahme der Gottesdienste ausgearbeitet und stellt im Folgenden ihren Kultusgemeinden, Moscheegemeinden, Fachvereinen bzw. allen in Österreich lebenden MuslimInnen einen ab 29. Mai 2020 geltenden Leitfaden für die Wiederaufnahme der gemeinschaftlichen religiösen Praxis zur Verfügung.

Dieser Leitfaden versteht sich als Empfehlung für moscheeführende Gemeinden, wie die von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Es gilt das Prinzip der Eigenverantwortung. Die Moscheevorstände, Imame und das Moscheepersonal haben dabei stets auf die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen zu achten.

Der Maßnahmenkatalog wird im zwei Wochen Takt evaluiert und gegebenenfalls angepasst. Dabei sind die Vorgaben der Bundesregierung und der GesundheitsexpertInnen handlungsweisend.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Kooperationsbereitschaft!

Mag. Ümit Vural
Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

Leitfaden downloaden

Schutzmaßnahmen für den Aushang in der Moschee (Farbe)
Schutzmaßnahmen für den Aushang in der Moschee (Schwarzweiß)

Statement des Präsidenten zu den Lockerungen ab 29. Mai

Meine sehr verehrten Damen und Herren, geschätzte Geschwister!

Die Corona-Krise und die vielen plötzlichen Entscheidungen darauf haben binnen weniger Tage unseren Alltag, unser Berufsleben, unser soziales und unser religiöses Leben drastisch verändert. Plötzlich war nichts mehr selbstverständlich, nicht einmal Freunden die Hände zu schütteln und die eigenen Eltern zu umarmen.

Die weltweit rasante Ausbreitung des Virus und die von der Politik getroffenen Entscheidungen haben die Menschen stark verunsichert. Viele fragten sich „Was passiert da mit unserer Welt, was passiert mit unserem Land, mit unseren Familien?“

Die Corona-Krise hat auch uns als Glaubensgemeinschaft überrascht. Plötzlich wurden wir herausgerissen aus unserem Treiben, mussten lang geplante Projekte von einem Tag auf den anderen auf Eis legen und uns neu organisieren. Wie viele andere mussten wir mit den uns zur Verfügung stehenden Informationen und Ressourcen innerhalb weniger Tage ein Krisenmanagement entwickeln, das nie zuvor erforderlich gewesen war. Wir mussten unter wahnsinnigem Zeitdruck selbst erst lernen, wie wir mit der Situation umgehen sollen. Dazu haben wir Expertinnen und Experten unterschiedlicher Bereiche konsultiert, uns mit anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften beraten und sind mit der Bundesregierung im konstanten Austausch gestanden. Die fehlende Erfahrung mit COVID-19 führte bei allen zu großen Unsicherheiten in den Prognosen.

Aber eines wussten wir von Anfang an: Wir wollten die behördlichen Maßnahmen mittragen und Verantwortung für das Wohl unserer Gläubigen, unserer Mitmenschen und unser Land übernehmen. Die von der Glaubensgemeinschaft beschlossenen Maßnahmen waren keine, die uns von der Bundesregierung aufgezwungen wurden, sondern jene, die aus unserer Sicht notwendig waren, um andere Menschen vor schlimmen oder sogar lebensbedrohlichen Folgen einer Infektion zu schützen. Die Erläuterungen unseres theologischen Beratungsrates, die Zustimmung der durch die im Obersten Rat vertretenen Kultusgemeinden und der Zusammenhalt, der innerhalb der muslimischen Community rasch zu beobachten war, hat uns dabei stets gestärkt.

Erfreulicherweise haben die zunächst radikal erscheinenden Maßnahmen des Lockdowns Früchte getragen. Dramatische Entwicklungen bei der Krankenstatistik sind uns erspart geblieben. Und so dürfen wir uns in Österreich nun Schritt für Schritt auf die Wiederaufnahme unseres Alltags vorbereiten. Nun aber werden auch teilweise Stimmen laut, die die getroffenen Maßnahmen als übertrieben empfunden haben. Im Nachhinein ist es natürlich immer leicht etwas zu kritisieren. Was aber wäre gewesen, wenn wir uns nicht derartig eingeschränkt haben? Wo würden wir heute stehen? Das weiß nur Gott alleine.

11 Wochen sind vergangen, seit wir uns als Islamische Glaubensgemeinschaft gezwungen sahen, die Aussetzung der öffentlichen Gottesdienste in unseren Moscheen zu verkünden. Unser Anliegen war dabei natürlich von Anfang an, die Moscheen so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Jedoch stets unter der Voraussetzung, dass die Öffnung keine Gefahr für Gesundheit und Leben darstellt. Und auch wenn wir die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Religionen immer mitgetragen haben, so ist es uns dennoch wesentlich, dass wir regelmäßig evaluieren, ob Einschränkungen in der gegenwärtigen Situation noch verhältnismäßig sind.

Am 15. Mai haben wir mit der schrittweisen Öffnung unserer Moscheen begonnen und dafür unsere Empfehlungen formuliert. Drei Wochen des Ramadan mussten wir auf die gemeinschaftlichen Gebete verzichten, bevor wir mit dem Morgen-, Mittags- und Nachmittagsgebet gestartet haben. Seit vergangenen Sonntag wurden auch die Abend- und Nachtgebete wiederaufgenommen.

Die letzte große Einschränkung stellt für uns als Musliminnen und Muslime also die Wiederaufnahme der Freitagsgebete dar. Die Hürde dafür ist die von der Regierung beschlossene 10-Quadratmeter-Regelung. Und so freue ich mich sehr, Ihnen heute verkünden zu dürfen, dass die vielen Gespräche mit der zuständigen Ministerin und dem ihr unterstellten Kultusamt erfolgreich waren und diese Regelung nun auch fällt. Somit können wir ab diesem Freitag, den 29. Mai, die Freitagsgebete in unseren Moscheen wiederaufnehmen. Freilich unter Einhaltung des nötigen Abstandes und den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.

Liebe Geschwister! Die Corona-Krise war eine große Herausforderung für uns alle. Ihre Folgen und Auswirkungen werden uns noch lange Zeit beschäftigen. Wichtig ist es nun, aus den gesammelten Erfahrungen zu lernen. Was uns dabei stets begleiten sollte ist die Solidarität, die gegenseitige Unterstützung und das wertschätzende, respektvolle Miteinander, das wir in den vergangenen Wochen intensiv gepflegt haben. Bauen wir als Glaubensgemeinschaft bitte weiterhin genau darauf auf.

Ich danke Ihnen vielmals für Ihr Vertrauen und Ihre Aufmerksamkeit und möchte Ihnen jetzt schon viel Freude und Segen beim dieswöchigen Freitagsgebet wünschen.

Mag. Ümit Vural
Präsident der IGGÖ

Videobotschaft des Präsidenten

Erste Moscheen öffnen ihre Tore

Nach neun Wochen Coronavirus bedingter strikter Einschränkungen des religiösen Lebens in Österreich dürfen Moscheen am Freitag wieder die Tore für ihre Gemeinden öffnen. IGGÖ-Präsident Vural ist erfreut, dass als Ergebnis wochenlanger Geduld und Disziplin mit heutigem Tage öffentliche Gottesdienste wieder stattfinden dürfen, wenn auch in einem reduzierten Rahmen und unter Einhaltung besonderer Schutzmaßnahmen. Alle Kirchen und Religionsgesellschaften hätten verantwortungsvoll ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet. Auch Kultusministerin Raab bedankte sich in einer Aussendung „für die ausgezeichnete Kooperation in dieser schweren Zeit, in die unter anderem das Osterfest, das jüdische Pessach-Fest und der Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefallen sind.“

Die IGGÖ erinnert Gemeindevorstände allerdings weiterhin daran, ihrer Pflicht nachzukommen, die Gesundheit ihrer Mitglieder und Mitmenschen zu schützen. Der Moscheebesuch und die Gottesdienste müssen daher so gestaltet sein, dass eine Ansteckungsgefahr möglichst gering ist. Die wichtigsten Empfehlungen dazu hat die IGGÖ in einem Leitfaden auf Grundlage der Vereinbarungen der anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften mit dem Kultusministerium vorgelegt.

Von der Umsetzung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen in den Moscheen konnte sich IGGÖ-Präsident Vural in den vergangenen Tagen persönlich ein Bild machen. So wurden Bodenmarkierungen für Gebetsplätze angebracht, Desinfektionsmittel an den Eingängen aufgestellt, die Gemeindemitglieder vorab über die einzuhaltenden Regelungen informiert, Informationsplakate angebracht und Ordnerdienste eingeteilt. „Ich freue mich, dass etwa die Hälfte unserer Moscheen die notwendigen Vorkehrungen treffen konnte und die Gottesdienste wiederaufnehmen kann. So haben wir nun immerhin die Möglichkeit, zumindest die letzten Tage des Ramadan würdevoll zu begehen“, so Vural.

Am Mittwoch wurden zwischen der Kultusministerin und den RepräsentantInnen der Kirchen und Religionen die Rahmenbedingungen für Gottesdienste im Freien definiert. Im Gegensatz zu Gottesdiensten im Innenbereich gilt hier die 10m2-Regelung nicht. Die maximale Anzahl der teilnehmenden Gläubigen soll jedoch jener gemeindeüblicher Gottesdiensten entsprechen. Dadurch soll das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus in andere Regionen geringgehalten werden. Diese Lockerungen bringen vor allem für Moscheen im ländlichen Raum eine Erleichterung, die über eigene Gärten oder Höfe verfügen.

Für den IGGÖ-Präsidenten hatten die Einschränkungen der vergangenen Wochen auch positive Seiten. So haben beispielsweise viele Gemeinden ihre Aktivitäten ins Internet verlegt und ein umfangreiches Online-Angebot geschaffen, mit dem sie weit mehr Leute erreichen konnten als zuvor. Das Verbot von Krankenbesuchen hat zur Gründung einer Telefonseelsorge für MuslimInnen geführt, die stark in Anspruch genommen wurde und nun auch nach der Krise weitergeführt werden soll. Zahlreiche Gemeinden haben ihre karitativen Initiativen erweitert.

Nicht zuletzt wurde auch der traditionell ohnehin sehr lebendige interreligiöse Dialog in Österreich gestärkt. „Die Krise ist für uns alle eine große Herausforderung. Der ständige Austausch mit anderen ReligionsvertreterInnen, die Suche nach zumutbaren Lösungen für alle und der Wille, einen Religionen übergreifenden Weg zu finden, waren wichtige Signale für den Zusammenhalt aller Glaubensgemeinschaften in unserem Land“, resümiert Vural abschließend.

Schutzmaßnahmen zum Ausdruck

Schutzmaßnahmen zum Ausdruck

IGGÖ veröffentlicht Empfehlungen zur schrittweisen Öffnung der Moscheen

IGGÖ veröffentlicht Empfehlungen zur schrittweisen Öffnung der Moscheen

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am 21. April 2020 bei einer Pressekonferenz unerwartet angekündigt, dass ab 15. Mai im Zuge der stufenweisen Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens öffentliche Gottesdienste wieder gestattet sind.

Nur wenige Stunden zuvor hatte die Islamische Glaubensgemeinschaft in einer Presseaussendung das Aussetzen aller Gemeinschaftsgebete in den Moscheen für den bis 23. Mai andauernden Fastenmonat Ramadan angekündigt. Am folgenden Tag wurden den anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften die von der Bundesregierung verordneten Auflagen für die Wiederaufnahme der gemeinschaftlichen religiösen Praxis bekannt gemacht. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen wurden die ReligionsvertreterInnen dazu angehalten, ihre Pläne zur sukzessiven Öffnung ihrer Gotteshäuser autonom auszuarbeiten.

Nach langem Abwägen des Für und Wider legt die Islamische Glaubensgemeinschaft ihren Einrichtungen nun einen ab 15. Mai 2020 geltenden Leitfaden für die schrittweise Öffnung der Moscheen vor. Dieser versteht sich als Empfehlung für moscheeführende Gemeinden, wie sie die von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen umsetzen können. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Aufforderung, die Moscheen unbedingt zu öffnen. Einrichtungen, die die strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen nicht erfüllen können, sind weiterhin dazu angehalten, ihre Tore geschlossen zu halten.

„Wir wissen, dass nach den wochenlangen Einschränkungen die Sehnsucht der MuslimInnen nach ihren Moscheen besonders groß ist, vor allem jetzt im Fastenmonat Ramadan“, versichert Präsident Vural und bekräftigt: „dennoch bleibt es weiterhin unsere Überzeugung, dass der Schutz und die Gesundheit unserer Mitmenschen absolute Priorität genießen. Unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen werden wir daher sehr vorsichtige erste Schritte zur Öffnung unserer Moscheen unternehmen.“

Ab 15. Mai werden in jenen Moscheen, die die strengen Auflagen erfüllen können, das Morgen-, Mittags- und Nachmittagsgebet wiederaufgenommen. Stärker frequentierte Gemeinschaftsgebete, wie das Abend-, Nacht- und Freitagsgebet, bleiben weiterhin ausgesetzt und sollen zuhause im Kreis der Familie verrichtet werden, ebenso wie das abendliche Fastenbrechen und die im Ramadan üblichen nächtlichen Taraweh-Gebete. „Auch auf das Festgebet werden wir schweren Herzens voraussichtlich verzichten müssen. Ein großes, aber leider notwendiges Opfer“, so Vural.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft bedankt sich ausdrücklich bei allen MitbürgerInnen, die die Einschränkungen der letzten Wochen verantwortungsvoll mitgetragen und so ihren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus geleistet haben. Die österreichischen MuslimInnen ruft sie zur Umsicht auf, ihrer gesellschaftlichen und religiösen Verantwortung bis zur kompletten Öffnung der Moscheen weiterhin gerecht zu werden. „Wir hoffen, dass wir bereits in den kommenden Wochen weitere Lockerungen ankündigen und bald schon gemeinsam uneingeschränkt in unseren Gotteshäusern beten werden können“, zeigt sich der IGGÖ-Präsident hoffnungsvoll.

Leitfaden Moscheeöffnung

Videobotschaft des Präsidenten

IGGÖ begrüßt den Fastenmonat Ramadan: Zeit innezuhalten

IGGÖ begrüßt den Fastenmonat Ramadan: Zeit innezuhalten

Unter dem Motto „Zeit innezuhalten“ begrüßt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich den am Freitag, den 24. April beginnenden neunten Monat des islamischen Mondkalenders, den sogenannten Ramadan. Der Tradierung zufolge wurde dem Propheten Muhammad in jenem Monat die Heilige Schrift des Islam, der Koran, überliefert. Im Ramadan fasten Musliminnen und Muslime von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Mit dem gemeinsamen Iftar-Mahl wird das Fasten am Abend beendet.

Seit einigen Wochen schon werden Diskussionen darüber geführt, ob diese Art des Fastens in Zeiten der Corona Pandemie empfehlenswert sei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt in ihren am 15. April veröffentlichten Leitlinien, dass es bislang keine wissenschaftlichen Beweise dafür gäbe, dass das Fasten das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhen würde und ist daher der Meinung, dass gesunde Menschen während des diesjährigen Ramadan wie gewohnt fasten können.

Für die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist folglich klar, dass die Corona Pandemie aus derzeitiger Sicht kein Hindernis für das Fasten im Ramadan darstellt. All jene Musliminnen und Muslime, die die religiöse Reife erreicht haben und dabei geistig und körperlich gesund sind, sind daher eingeladen zu fasten.

Kinder, Personen mit körperlichen oder intellektuellen Einschränkungen, chronisch Kranke und Hochbetagte sind vom Fasten befreit. Versäumte Fastentage nachzuholen ist für alle jene zulässig, die akut erkrankt sind, sich auf Reise befinden, schwangere und stillende Frauen, Frauen im Wochenbett oder in der Menstruation. Diese Erleichterungsregeln bestehen immer, unabhängig von der Corona Pandemie und sind im Koran und in den islamischen Überlieferungen festgeschrieben.

Abgesehen von der Fähigkeit zu Fasten jedoch bedeutet die Corona Pandemie für Musliminnen und Muslime eine massive Veränderung der gewohnten Rituale: die Gebete und das Fastenbrechen sind zuhause im engsten familiären Kreis zu verrichten. Eine für alle ungewohnte Situation. „Wir bitten alle Gläubigen, diese herausfordernde Zeit zu nutzen und sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf das, was sie unmittelbar umgibt, auf ihre Familien, ihr Zuhause, ihre Gesundheit und auf ihren Glauben. Es ist für uns alle somit Zeit innezuhalten“, so Präsident Vural. Ihren Mitgliedern und Gemeinden stellt die IGGÖ als eine Hilfestellung einen Leitfaden mit Vorgaben und allgemeinen Empfehlungen für den Fastenmonat zur Verfügung. Ein umfangreiches Online-Angebot mit täglichen Vorträgen und Koranrezitationen soll den Ramadan hindurch zur spirituellen Begleitung dienen.

Wie lange diese strikten Einschränkungen für das religiöse Leben in Österreich noch Gültigkeit haben, hängt maßgeblich von den Auswirkungen der ersten Lockerungsmaßnahmen das öffentliche Leben betreffend und der weiteren Entwicklung der Krankenstatistik in den kommenden Wochen ab. Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und das Ziel eines religionenübergreifenden Plans zur schrittweisen Öffnung werden dabei handlungsweisend sein. Aktuell ist aber nicht auszuschließen, dass die derzeitige Situation bis zum Ende des Ramadan andauern könnte.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft wünscht allen Musliminnen und Muslimen trotz der schweren Lage, in der wir uns befinden, einen gesegneten Ramadan und bittet sie, sich ihren Bittgebeten von zuhause aus anzuschließen.

Leitfaden Ramadan

Ramadangrüße des Präsidenten

Taraweh zuhause

Machen wir unser Zuhause zu Moscheen!

Machen wir unser Zuhause zu Moscheen!

Als erste Religionsgemeinschaft in Österreich hat die IGGÖ bereits vor den ersten Regierungserlässen strikte Maßnahmen zum Schutz von Gemeindemitgliedern und Mitmenschen getroffen. Bei einem Treffen aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bundeskanzleramt am 12. März 2020 wurde schließlich gemeinsam entschieden, die Aktivitäten in den religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen.

Der Verlängerung der gesetzlichen Vorgaben über die Einschränkungen des öffentlichen Lebens folgend, sieht sich die IGGÖ dazu verpflichtet, auch die für ihre Gemeinden seit 10. März bestehenden Beschränkungen bis Ende April, und somit in den bevorstehenden Fastenmonat Ramadan hinein, der am 23. April beginnt, zu verlängern.

Für, die islamische Religionsgemeinschaft bedeuten sowohl die Aussetzung der gemeinschaftlichen Gebete, als auch die Beschränkung des Fastenbrechens auf den Kreis der Kernfamilie eine massive Änderung ihrer gewohnten Rituale während des Fastenmonats. „Der Islam wird in der Gemeinschaft gelebt. In der jetzigen Situation aber gilt es, unsere Häuser mit Gebeten und Rezitationen zu erhellen und sie zu Moscheen zu machen“, so Präsident Vural. Trotz der räumlichen Distanz bleibt die Glaubensgemeinschaft mit ihren Mitgliedern über ihre Online Angebote in Verbindung und begleitet sie damit spirituell so gut wie möglich durch die kommenden Wochen.

Im Zuge der stufenweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens in Österreich wird in enger Zusammenarbeit mit dem im Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamt sowie den anderen anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften ein möglicher Plan zur schrittweisen Wiederaufnahme der religiösen Praxis in den kommenden Wochen und Monaten erarbeitet. „Wir haben als Religionsgemeinschaften bis jetzt einen gemeinsamen Weg gefunden und wollen diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam gehen“, so Vural. Das weitere Vorgehen wird sich dabei naturgemäß an den Vorgaben der Bundesregierung und den Gesundheitsbehörden orientieren und laufend neu evaluiert werden müssen.

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Beschränkungen und Vorschriften unterstützt die IGGÖ uneingeschränkt. Auch die muslimische Bevölkerung beweist Tag für Tag ihre Einsicht und Kooperationsbereitschaft: zahlreiche Gemeinden und Vereine, Einzelpersonen, Jugendliche und Familien haben sich in Hilfsprojekten zusammengeschlossen, um ältere und bedürftige Mitmenschen zu unterstützen. Auch arbeiten viele Musliminnen und Muslime in gerade jenen Bereichen, die aktuell ganz besonders wichtig für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und die Versorgungssicherheit in unserem Land sind.

Gleichzeitig treffen die Maßnahmen vor allem kleinere Moscheen sehr hart, denn durch das Versammlungsverbot fallen die üblichen Spendensammlungen bei den Freitagsgebeten und vor allem im Monat Ramadan, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, ersatzlos weg. Dies führt dazu, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten oder Löhne nicht mehr beglichen werden können. Die IGGÖ hat daher eine innermuslimische Spendensammlung ins Leben gerufen, mit dem Bemühen, den Erhalt all ihrer Moscheen zu sichern. „Vor diesem Hintergrund wird es nun erneut augenscheinlich, dass unsere Glaubensgemeinschaft ganz neue Wege der Finanzierung bestreiten wird müssen, um ihre Aufgaben auch in Zukunft in gewohnter Stringenz erfüllen zu können“, führt Vural aus und weist damit wiederholt auf die seit Monaten im Raum stehende Diskussion um die mögliche Einführung eines Moscheebeitrages hin.