Als ReligionslehrerIn bei der IGGÖ arbeiten
Details zum Bewerbungsverfahren und dem jährlichen Hearingtermin im Juni:

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland besteht derzeit so gut wie kein Bedarf an Neueinstellungen. Wer also an einer möglichst raschen Unterrichtstätigkeit interessiert ist, erhöht seine Chancen auf einen baldigen Dienstantritt, wenn Bereitschaft besteht, in den anderen Bundesländern zu arbeiten. Daher bitten wir auch um Kenntnisnahme, dass – wie auch sonst am Arbeitsmarkt – die festgestellte Eignung für den Beruf nicht automatisch eine sofortige Einstellung garantieren kann.

Ein Beruf mit hoher sozialer Verantwortung

Islamische ReligionslehrerInnen leisten über die religiöse Erziehung von Kindern und Jugendlichen an den öffentlichen Schulen in Österreich hinaus einen wesentlichen Beitrag zum gelingenden Zusammenleben in einem zunehmend von Pluralismus geprägten Land. Durch ihr Vorbild zeigen sie auf, dass es vereinbar ist, sich gleichzeitig als muslimisch zu begreifen und zum Lebensmittelpunkt Österreich und seiner demokratischen, rechtsstaatlichen Struktur zu stehen. Als Teil des Lehrkörpers setzen sie sich für ein funktionierendes und von gegenseitigem Respekt getragenes Miteinander an der Schule ein. Damit werden sie auch zu MultiplikatorInnen der Linie der Islamischen Gemeinschaft.

Prinzipielle Erwartungen an BewerberInnen

Entsprechend sollen sich ReligionslehrerInnen mit der Linie der Islamischen Glaubensgemeinschaft identifizieren können. Diese hat sich durch zahlreiche Stellungnahmen in der Öffentlichkeit ebenso herausgebildet, wie durch Abschlusserklärungen großer Konferenzen. Hier sind die drei europäischen Imamekonferenzen ebenso zu nennen wie die österreichische Imamekonferenz. Diese Erklärungen sind auf der Homepage der IGGÖ nachzulesen, die insgesamt einen Eindruck von der Positionierung der Islamischen Glaubensgemeinschaft gibt.

Notwendige fachliche Qualifikation

AbsolventInnen der IRPA, der eigenen Bildungseinrichtung der IGGÖ für die Ausbildung zukünftiger ReligionslehrerInnen, bringen jene Qualifikation mit sich, die sie für den Lehrberuf in Österreich im APS Bereich (an Pflichtschulen) am besten vorbereitet hat. Durch die erforderliche Schulpraxis haben sie auch die notwendige Unterrichtserfahrung.

Wer keinen positiven Abschluss der IRPA vorweisen kann, sollte über einen Universitätsabschluss folgender Studienrichtungen verfügen: Islamische Religionspädagogik, Orientalistik, Islamwissenschaften, Islamische Theologie, Pädagogische Hochschule, Lehramt, Bildungswissenschaften oder/und Erziehungswissenschaften.

Beherrschen der deutschen Sprache

Deutsch ist Unterrichtssprache und soll daher möglichst perfekt beherrscht werden. Vorgesehen ist bei Neueinstellungen jedenfalls ein Mindestniveau von C1 nach GERS. LehrerInnen im Unterrichtsdienst sind angehalten, dieses Niveau gleichfalls einzuhalten.

Staatsbürgerschaft bzw. Nachsichterteilung

Im Unterrichtsdienst wird die österreichische Staatsbürgerschaft oder eine EU-Staatsbürgerschaft vorausgesetzt. Ist diese (noch) nicht vorhanden, so muss um die so genannte „Nachsicht“ angesucht werden. Dazu sind eine Niederlassungsbewilligung und eine Arbeitsbewilligung erforderlich. Dem Antrag auf Nachsicht, den das Schulamt beim Ministerium stellt, ist auch ein Nachweis über Deutschkenntnisse auf C1 Niveau beizufügen. Es wird darauf hingewiesen, dass eine „Nachsicht“ wie der Name schon sagt dann zur Anwendung kommt, wenn keine geeigneten Lehrpersonen mit österreichischer oder EU Staatsbürgerschaft einsetzbar sind.

Dienstvertrag mit der IGGÖ

Im Falle eines positiven Abschlusses des Bewerbungsverfahrens wird mit dem zukünftigen Lehrer, bzw. der Lehrerin ein Dienstvertrag abgeschlossen. In der Präambel wird folgendes festgehalten: „Der/die Unterfertigende bekennt sich zur Förderung der staatsbürgerlichen Ziele der Erziehung als einen Bestandteil des Religionsunterrichts. Die Ziele der staatsbürgerlichen Erziehung ergeben sich aus den Bauprinzipien der österreichischen Verfassung (demokratisches, republikanisches, bundesstaatliches, Gewalten trennendes, liberales, rechtsstaatliches Prinzip) und den Bestimmungen des Art. 14 Abs 5a der Bundesverfassung, sowie dem §2 des Schulorganisationsgesetzes, die einen integrierenden Bestandteil des Vertrages bilden.“

Hearingverfahren

Bewerbungen senden Sie bitte mit dem entsprechenden, unten angeführten Formular und den erforderlichen weiteren Unterlagen an den für das jeweilige Bundesland zuständigen Fachinspektor/die Fachinspektorin. Diese leiten sie nach ihrer ersten Einschätzung über die Eignung an die aus fünf Personen bestehende Einstellungskommission weiter. Von dort erfolgen die Einladungen zu den beiden Hearingterminen, die in jedem Schuljahr vorgesehen sind. Bitte beachten Sie die Bewerbungsfrist 15. April für den zentralen Hearingtermin im Juni für das kommende, im September startende Schuljahr.

Pool für Neueinstellungen

Wer das Hearing vor der Einstellungskommission erfolgreich absolviert, wird in einen Pool aufgenommen. Aus diesem können die FachinspektorInnen notwendige Neueinstellungen oder erforderliche Vertretungen vornehmen.

Bewerbungsunterlagen

Bewerbungen können Sie gerne mit dem entsprechenden Bewerbungsformular per e-mail bei uns vornehmen. Wir bitten Sie die üblichen aussagekräftigen Unterlagen per Scan beizufügen.  Auf die Frist 15. April weisen wir nochmals hin.

  • Aktuelles Foto
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Reisepasskopie (bei Nicht EU-BürgerInnen)
  • Niederlassungsnachweis (bei Nicht EU-BürgerInnen)
  • Reifeprüfungszeugnis
  • Universitätsabschlusszeugnis
  • Nachweis über die Deutschkenntnisse (mindestens Niveau C1 GERS)
  • Lebenslauf