Schutzmaßnahmen zum Ausdruck

Schutzmaßnahmen zum Ausdruck

IGGÖ veröffentlicht Empfehlungen zur schrittweisen Öffnung der Moscheen

Wien (OTS/IGGÖ) – Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am 21. April 2020 bei einer Pressekonferenz unerwartet angekündigt, dass ab 15. Mai im Zuge der stufenweisen Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens öffentliche Gottesdienste wieder gestattet sind.

Nur wenige Stunden zuvor hatte die Islamische Glaubensgemeinschaft in einer Presseaussendung das Aussetzen aller Gemeinschaftsgebete in den Moscheen für den bis 23. Mai andauernden Fastenmonat Ramadan angekündigt. Am folgenden Tag wurden den anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften die von der Bundesregierung verordneten Auflagen für die Wiederaufnahme der gemeinschaftlichen religiösen Praxis bekannt gemacht. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen wurden die ReligionsvertreterInnen dazu angehalten, ihre Pläne zur sukzessiven Öffnung ihrer Gotteshäuser autonom auszuarbeiten.

Nach langem Abwägen des Für und Wider legt die Islamische Glaubensgemeinschaft ihren Einrichtungen nun einen ab 15. Mai 2020 geltenden Leitfaden für die schrittweise Öffnung der Moscheen vor. Dieser versteht sich als Empfehlung für moscheeführende Gemeinden, wie sie die von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen umsetzen können. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Aufforderung, die Moscheen unbedingt zu öffnen. Einrichtungen, die die strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen nicht erfüllen können, sind weiterhin dazu angehalten, ihre Tore geschlossen zu halten.

„Wir wissen, dass nach den wochenlangen Einschränkungen die Sehnsucht der MuslimInnen nach ihren Moscheen besonders groß ist, vor allem jetzt im Fastenmonat Ramadan!“, versichert Präsident Vural und betont: „Dennoch bleibt es weiterhin unsere Überzeugung, dass der Schutz und die Gesundheit unserer Mitmenschen absolute Priorität genießen. Unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen werden wir daher sehr vorsichtige erste Schritte zur Öffnung unserer Moscheen unternehmen.“

Ab 15. Mai werden in jenen Moscheen, die die strengen Auflagen erfüllen können, das Morgen-, Mittags- und Nachmittagsgebet wiederaufgenommen. Stärker frequentierte Gemeinschaftsgebete, wie das Abend-, Nacht- und Freitagsgebet, bleiben weiterhin ausgesetzt und sollen zuhause im Kreis der Familie verrichtet werden, ebenso wie das abendliche Fastenbrechen und die im Ramadan üblichen nächtlichen Taraweh-Gebete. „Auch auf das Festgebet werden wir schweren Herzens voraussichtlich verzichten müssen. Ein großes, aber leider notwendiges Opfer“, so Vural.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft bedankt sich ausdrücklich bei allen MitbürgerInnen, die die Einschränkungen der letzten Wochen verantwortungsvoll mitgetragen und so ihren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus geleistet haben. Die österreichischen MuslimInnen ruft sie zur Umsicht auf, ihrer gesellschaftlichen und religiösen Verantwortung bis zur kompletten Öffnung der Moscheen weiterhin gerecht zu werden. „Wir hoffen, dass wir bereits in den kommenden Wochen weitere Lockerungen ankündigen und bald schon gemeinsam uneingeschränkt in unseren Gotteshäusern beten werden können“, zeigt sich der IGGÖ-Präsident hoffnungsvoll.

IGGÖ veröffentlicht Empfehlungen zur schrittweisen Öffnung der Moscheen

IGGÖ veröffentlicht Empfehlungen zur schrittweisen Öffnung der Moscheen

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am 21. April 2020 bei einer Pressekonferenz unerwartet angekündigt, dass ab 15. Mai im Zuge der stufenweisen Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens öffentliche Gottesdienste wieder gestattet sind.

Nur wenige Stunden zuvor hatte die Islamische Glaubensgemeinschaft in einer Presseaussendung das Aussetzen aller Gemeinschaftsgebete in den Moscheen für den bis 23. Mai andauernden Fastenmonat Ramadan angekündigt. Am folgenden Tag wurden den anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften die von der Bundesregierung verordneten Auflagen für die Wiederaufnahme der gemeinschaftlichen religiösen Praxis bekannt gemacht. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen wurden die ReligionsvertreterInnen dazu angehalten, ihre Pläne zur sukzessiven Öffnung ihrer Gotteshäuser autonom auszuarbeiten.

Nach langem Abwägen des Für und Wider legt die Islamische Glaubensgemeinschaft ihren Einrichtungen nun einen ab 15. Mai 2020 geltenden Leitfaden für die schrittweise Öffnung der Moscheen vor. Dieser versteht sich als Empfehlung für moscheeführende Gemeinden, wie sie die von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen umsetzen können. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Aufforderung, die Moscheen unbedingt zu öffnen. Einrichtungen, die die strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen nicht erfüllen können, sind weiterhin dazu angehalten, ihre Tore geschlossen zu halten.

„Wir wissen, dass nach den wochenlangen Einschränkungen die Sehnsucht der MuslimInnen nach ihren Moscheen besonders groß ist, vor allem jetzt im Fastenmonat Ramadan“, versichert Präsident Vural und bekräftigt: „dennoch bleibt es weiterhin unsere Überzeugung, dass der Schutz und die Gesundheit unserer Mitmenschen absolute Priorität genießen. Unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen werden wir daher sehr vorsichtige erste Schritte zur Öffnung unserer Moscheen unternehmen.“

Ab 15. Mai werden in jenen Moscheen, die die strengen Auflagen erfüllen können, das Morgen-, Mittags- und Nachmittagsgebet wiederaufgenommen. Stärker frequentierte Gemeinschaftsgebete, wie das Abend-, Nacht- und Freitagsgebet, bleiben weiterhin ausgesetzt und sollen zuhause im Kreis der Familie verrichtet werden, ebenso wie das abendliche Fastenbrechen und die im Ramadan üblichen nächtlichen Taraweh-Gebete. „Auch auf das Festgebet werden wir schweren Herzens voraussichtlich verzichten müssen. Ein großes, aber leider notwendiges Opfer“, so Vural.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft bedankt sich ausdrücklich bei allen MitbürgerInnen, die die Einschränkungen der letzten Wochen verantwortungsvoll mitgetragen und so ihren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus geleistet haben. Die österreichischen MuslimInnen ruft sie zur Umsicht auf, ihrer gesellschaftlichen und religiösen Verantwortung bis zur kompletten Öffnung der Moscheen weiterhin gerecht zu werden. „Wir hoffen, dass wir bereits in den kommenden Wochen weitere Lockerungen ankündigen und bald schon gemeinsam uneingeschränkt in unseren Gotteshäusern beten werden können“, zeigt sich der IGGÖ-Präsident hoffnungsvoll.

Leitfaden Moscheeöffnung

Videobotschaft des Präsidenten

IGGÖ begrüßt den Fastenmonat Ramadan: „Zeit innezuhalten“

Wien (OTS/IGGÖ) – Unter dem Motto „Zeit innezuhalten“ begrüßt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich den am Freitag, den 24. April beginnenden neunten Monat des islamischen Mondkalenders, den sogenannten Ramadan. Der Tradierung zufolge wurde dem Propheten Muhammad in jenem Monat die Heilige Schrift des Islam, der Koran, überliefert. Im Ramadan fasten Musliminnen und Muslime von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Mit dem gemeinsamen Iftar-Mahl wird das Fasten am Abend beendet.

Seit einigen Wochen schon werden Diskussionen darüber geführt, ob diese Art des Fastens in Zeiten der Corona Pandemie empfehlenswert sei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt in ihren am 15. April veröffentlichten Leitlinien, dass es bislang keine wissenschaftlichen Beweise dafür gäbe, dass das Fasten das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhen würde und ist daher der Meinung, dass gesunde Menschen während des diesjährigen Ramadan wie gewohnt fasten können.

Für die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist folglich klar, dass die Corona Pandemie aus derzeitiger Sicht kein Hindernis für das Fasten im Ramadan darstellt. All jene Musliminnen und Muslime, die die religiöse Reife erreicht haben und dabei geistig und körperlich gesund sind, sind daher eingeladen zu fasten.

Kinder, Personen mit körperlichen oder intellektuellen Einschränkungen, chronisch Kranke und Hochbetagte sind vom Fasten befreit. Versäumte Fastentage nachzuholen ist für alle jene zulässig, die akut erkrankt sind, sich auf Reise befinden, schwangere und stillende Frauen, Frauen im Wochenbett oder in der Menstruation. Diese Erleichterungsregeln bestehen immer, unabhängig von der Corona Pandemie und sind im Koran und in den islamischen Überlieferungen festgeschrieben.

Abgesehen von der Fähigkeit zu Fasten jedoch bedeutet die Corona Pandemie für Musliminnen und Muslime eine massive Veränderung der gewohnten Rituale: die Gebete und das Fastenbrechen sind zuhause im engsten familiären Kreis zu verrichten. Eine für alle ungewohnte Situation. „Wir bitten alle Gläubigen, diese herausfordernde Zeit zu nutzen und sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf das, was sie unmittelbar umgibt, auf ihre Familien, ihr Zuhause, ihre Gesundheit und auf ihren Glauben. Es ist für uns alle somit Zeit innezuhalten“, so Präsident Vural. Ihren Mitgliedern und Gemeinden stellt die IGGÖ als eine Hilfestellung einen Leitfaden mit Vorgaben und allgemeinen Empfehlungen für den Fastenmonat zur Verfügung. Ein umfangreiches Online-Angebot mit täglichen Vorträgen und Koranrezitationen soll den Ramadan hindurch zur spirituellen Begleitung dienen.

Wie lange diese strikten Einschränkungen für das religiöse Leben in Österreich noch Gültigkeit haben, hängt maßgeblich von den Auswirkungen der ersten Lockerungsmaßnahmen das öffentliche Leben betreffend und der weiteren Entwicklung der Krankenstatistik in den kommenden Wochen ab. Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und das Ziel eines Religionen übergreifenden Plans zur schrittweisen Öffnung werden dabei handlungsweisend sein. Aktuell ist aber nicht auszuschließen, dass die derzeitige Situation bis zum Ende des Ramadan andauern könnte.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft wünscht allen Musliminnen und Muslimen trotz der schweren Lage, in der wir uns befinden, einen gesegneten Ramadan und bittet sie, sich ihren Bittgebeten von zuhause aus anzuschließen.

IGGÖ begrüßt den Fastenmonat Ramadan: Zeit innezuhalten

IGGÖ begrüßt den Fastenmonat Ramadan: Zeit innezuhalten

Unter dem Motto „Zeit innezuhalten“ begrüßt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich den am Freitag, den 24. April beginnenden neunten Monat des islamischen Mondkalenders, den sogenannten Ramadan. Der Tradierung zufolge wurde dem Propheten Muhammad in jenem Monat die Heilige Schrift des Islam, der Koran, überliefert. Im Ramadan fasten Musliminnen und Muslime von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Mit dem gemeinsamen Iftar-Mahl wird das Fasten am Abend beendet.

Seit einigen Wochen schon werden Diskussionen darüber geführt, ob diese Art des Fastens in Zeiten der Corona Pandemie empfehlenswert sei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt in ihren am 15. April veröffentlichten Leitlinien, dass es bislang keine wissenschaftlichen Beweise dafür gäbe, dass das Fasten das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhen würde und ist daher der Meinung, dass gesunde Menschen während des diesjährigen Ramadan wie gewohnt fasten können.

Für die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist folglich klar, dass die Corona Pandemie aus derzeitiger Sicht kein Hindernis für das Fasten im Ramadan darstellt. All jene Musliminnen und Muslime, die die religiöse Reife erreicht haben und dabei geistig und körperlich gesund sind, sind daher eingeladen zu fasten.

Kinder, Personen mit körperlichen oder intellektuellen Einschränkungen, chronisch Kranke und Hochbetagte sind vom Fasten befreit. Versäumte Fastentage nachzuholen ist für alle jene zulässig, die akut erkrankt sind, sich auf Reise befinden, schwangere und stillende Frauen, Frauen im Wochenbett oder in der Menstruation. Diese Erleichterungsregeln bestehen immer, unabhängig von der Corona Pandemie und sind im Koran und in den islamischen Überlieferungen festgeschrieben.

Abgesehen von der Fähigkeit zu Fasten jedoch bedeutet die Corona Pandemie für Musliminnen und Muslime eine massive Veränderung der gewohnten Rituale: die Gebete und das Fastenbrechen sind zuhause im engsten familiären Kreis zu verrichten. Eine für alle ungewohnte Situation. „Wir bitten alle Gläubigen, diese herausfordernde Zeit zu nutzen und sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf das, was sie unmittelbar umgibt, auf ihre Familien, ihr Zuhause, ihre Gesundheit und auf ihren Glauben. Es ist für uns alle somit Zeit innezuhalten“, so Präsident Vural. Ihren Mitgliedern und Gemeinden stellt die IGGÖ als eine Hilfestellung einen Leitfaden mit Vorgaben und allgemeinen Empfehlungen für den Fastenmonat zur Verfügung. Ein umfangreiches Online-Angebot mit täglichen Vorträgen und Koranrezitationen soll den Ramadan hindurch zur spirituellen Begleitung dienen.

Wie lange diese strikten Einschränkungen für das religiöse Leben in Österreich noch Gültigkeit haben, hängt maßgeblich von den Auswirkungen der ersten Lockerungsmaßnahmen das öffentliche Leben betreffend und der weiteren Entwicklung der Krankenstatistik in den kommenden Wochen ab. Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und das Ziel eines religionenübergreifenden Plans zur schrittweisen Öffnung werden dabei handlungsweisend sein. Aktuell ist aber nicht auszuschließen, dass die derzeitige Situation bis zum Ende des Ramadan andauern könnte.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft wünscht allen Musliminnen und Muslimen trotz der schweren Lage, in der wir uns befinden, einen gesegneten Ramadan und bittet sie, sich ihren Bittgebeten von zuhause aus anzuschließen.

Leitfaden Ramadan

Ramadangrüße des Präsidenten

Taraweh zuhause

Ramadankalender 2020/1441

Ramadankalender 2020/1441

 „O die ihr glaubt! Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr euch schützet.“
Sura Al-Baqarah, Vers 183

Machen wir unser Zuhause zu Moscheen!

Machen wir unser Zuhause zu Moscheen!

Als erste Religionsgemeinschaft in Österreich hat die IGGÖ bereits vor den ersten Regierungserlässen strikte Maßnahmen zum Schutz von Gemeindemitgliedern und Mitmenschen getroffen. Bei einem Treffen aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bundeskanzleramt am 12. März 2020 wurde schließlich gemeinsam entschieden, die Aktivitäten in den religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen.

Der Verlängerung der gesetzlichen Vorgaben über die Einschränkungen des öffentlichen Lebens folgend, sieht sich die IGGÖ dazu verpflichtet, auch die für ihre Gemeinden seit 10. März bestehenden Beschränkungen bis Ende April, und somit in den bevorstehenden Fastenmonat Ramadan hinein, der am 23. April beginnt, zu verlängern.

Für, die islamische Religionsgemeinschaft bedeuten sowohl die Aussetzung der gemeinschaftlichen Gebete, als auch die Beschränkung des Fastenbrechens auf den Kreis der Kernfamilie eine massive Änderung ihrer gewohnten Rituale während des Fastenmonats. „Der Islam wird in der Gemeinschaft gelebt. In der jetzigen Situation aber gilt es, unsere Häuser mit Gebeten und Rezitationen zu erhellen und sie zu Moscheen zu machen“, so Präsident Vural. Trotz der räumlichen Distanz bleibt die Glaubensgemeinschaft mit ihren Mitgliedern über ihre Online Angebote in Verbindung und begleitet sie damit spirituell so gut wie möglich durch die kommenden Wochen.

Im Zuge der stufenweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens in Österreich wird in enger Zusammenarbeit mit dem im Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamt sowie den anderen anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften ein möglicher Plan zur schrittweisen Wiederaufnahme der religiösen Praxis in den kommenden Wochen und Monaten erarbeitet. „Wir haben als Religionsgemeinschaften bis jetzt einen gemeinsamen Weg gefunden und wollen diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam gehen“, so Vural. Das weitere Vorgehen wird sich dabei naturgemäß an den Vorgaben der Bundesregierung und den Gesundheitsbehörden orientieren und laufend neu evaluiert werden müssen.

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Beschränkungen und Vorschriften unterstützt die IGGÖ uneingeschränkt. Auch die muslimische Bevölkerung beweist Tag für Tag ihre Einsicht und Kooperationsbereitschaft: zahlreiche Gemeinden und Vereine, Einzelpersonen, Jugendliche und Familien haben sich in Hilfsprojekten zusammengeschlossen, um ältere und bedürftige Mitmenschen zu unterstützen. Auch arbeiten viele Musliminnen und Muslime in gerade jenen Bereichen, die aktuell ganz besonders wichtig für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und die Versorgungssicherheit in unserem Land sind.

Gleichzeitig treffen die Maßnahmen vor allem kleinere Moscheen sehr hart, denn durch das Versammlungsverbot fallen die üblichen Spendensammlungen bei den Freitagsgebeten und vor allem im Monat Ramadan, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, ersatzlos weg. Dies führt dazu, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten oder Löhne nicht mehr beglichen werden können. Die IGGÖ hat daher eine innermuslimische Spendensammlung ins Leben gerufen, mit dem Bemühen, den Erhalt all ihrer Moscheen zu sichern. „Vor diesem Hintergrund wird es nun erneut augenscheinlich, dass unsere Glaubensgemeinschaft ganz neue Wege der Finanzierung bestreiten wird müssen, um ihre Aufgaben auch in Zukunft in gewohnter Stringenz erfüllen zu können“, führt Vural aus und weist damit wiederholt auf die seit Monaten im Raum stehende Diskussion um die mögliche Einführung eines Moscheebeitrages hin.

IGGÖ-Präsident Vural: „Machen wir unser Zuhause zu Moscheen!“

Wien (OTS/IGGÖ) – Als erste Religionsgemeinschaft in Österreich hat die IGGÖ bereits vor den ersten Regierungserlässen strikte Maßnahmen zum Schutz von Gemeindemitgliedern und Mitmenschen getroffen. Bei einem Treffen aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bundeskanzleramt am 12. März 2020 wurde schließlich gemeinsam entschieden, die Aktivitäten in den religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen.

Der Verlängerung der gesetzlichen Vorgaben über die Einschränkungen des öffentlichen Lebens folgend, sieht sich die IGGÖ dazu verpflichtet, auch die für ihre Gemeinden seit 10. März bestehenden Beschränkungen bis Ende April, und somit in den bevorstehenden Fastenmonat Ramadan hinein, der am 23. April beginnt, zu verlängern.

Für, die islamische Religionsgemeinschaft bedeuten sowohl die Aussetzung der gemeinschaftlichen Gebete, als auch die Beschränkung des Fastenbrechens auf den Kreis der Kernfamilie eine massive Änderung ihrer gewohnten Rituale während des Fastenmonats. „Der Islam wird in der Gemeinschaft gelebt. In der jetzigen Situation aber gilt es, unsere Häuser mit Gebeten und Rezitationen zu erhellen und sie zu Moscheen zu machen“, so Präsident Vural. Trotz der räumlichen Distanz bleibt die Glaubensgemeinschaft mit ihren Mitgliedern über ihre Online Angebote in Verbindung und begleitet sie damit spirituell so gut wie möglich durch die kommenden Wochen.

Im Zuge der stufenweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens in Österreich wird in enger Zusammenarbeit mit dem im Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamt sowie den anderen anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften ein möglicher Plan zur schrittweisen Wiederaufnahme der religiösen Praxis in den kommenden Wochen und Monaten erarbeitet. „Wir haben als Religionsgemeinschaften bis jetzt einen gemeinsamen Weg gefunden und wollen diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam gehen“, so Vural. Das weitere Vorgehen wird sich dabei naturgemäß an den Vorgaben der Bundesregierung und den Gesundheitsbehörden orientieren und laufend neu evaluiert werden müssen.

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Beschränkungen und Vorschriften unterstützt die IGGÖ uneingeschränkt. Auch die muslimische Bevölkerung beweist Tag für Tag ihre Einsicht und Kooperationsbereitschaft: zahlreiche Gemeinden und Vereine, Einzelpersonen, Jugendliche und Familien haben sich in Hilfsprojekten zusammengeschlossen, um ältere und bedürftige Mitmenschen zu unterstützen. Auch arbeiten viele Musliminnen und Muslime in gerade jenen Bereichen, die aktuell ganz besonders wichtig für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und die Versorgungssicherheit in unserem Land sind.

Gleichzeitig treffen die Maßnahmen vor allem kleinere Moscheen sehr hart, denn durch das Versammlungsverbot fallen die üblichen Spendensammlungen bei den Freitagsgebeten und vor allem im Monat Ramadan, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, ersatzlos weg. Dies führt dazu, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten oder Löhne nicht mehr beglichen werden können. Die IGGÖ hat daher eine innermuslimische Spendensammlung ins Leben gerufen, mit dem Bemühen, den Erhalt all ihrer Moscheen zu sichern. „Vor diesem Hintergrund wird es nun erneut augenscheinlich, dass unsere Glaubensgemeinschaft ganz neue Wege der Finanzierung bestreiten wird müssen, um ihre Aufgaben auch in Zukunft in gewohnter Stringenz erfüllen zu können“, führt Vural aus und weist damit wiederholt auf die seit Monaten im Raum stehende Diskussion um die mögliche Einführung eines Moscheebeitrages hin.

Spendenaktion: Rettet unsere Moscheen

Spendenaktion: Rettet unsere Moscheen

Liebe Geschwister,
Sehr geehrte Damen und Herren,

die aufgrund der Corona Pandemie einhergehenden Beschränkungen treffen die Moscheen der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich sehr hart. Von einem Tag auf den anderen entfallen nun die üblichen Spendensammlungen bei den täglichen Gebeten und vor allem den Freitagsgebeten, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, ersatzlos. Das führt für viele Einrichtungen dazu, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten, Lohnkosten der Imame und des Personals nicht mehr beglichen werden können. Sie stehen vor dem finanziellen Ruin.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ruft daher die muslimische Gemeinschaft dazu auf, mit ihrer Spende den Erhalt der Moscheen zu sichern, die die Generationen vor uns mit großer Mühe und teilweise mit ihren eigenen Händen aufgebaut haben und sie so vor einer Schließung zu bewahren.

Die Spendenaktion ist unter folgendem Link aufrufbar:
https://www.leetchi.com/c/rettetunseremoscheen

Darüber hinaus stellt die Corona-Krise viele Menschen vor nicht zu bewältigende Herausforderungen, sei es, weil sie selbst oder Angehörige erkranken, die Kinderbetreuung nicht sichergestellt ist, sie von der Kündigungswelle betroffen sind oder ihnen als UnternehmerInnen ihre Geschäftsgrundlage verloren gegangen ist. Auch diesen Menschen, die nicht wissen, wie sie Lebensmittel, Stromrechnung oder die nächste Miete bezahlen sollen, sollen die gesammelten Spenden zugutekommen.

Mehr denn je liegt es jetzt an der gesamten muslimischen Gemeinschaft, Zusammenhalt und Solidarität zu zeigen. Helfen Sie mit Ihrer Spende, das islamische Leben in Österreich zu erhalten und sicherzustellen.

Vielen Dank!

Unser Spendenkonto:
IBAN: AT67 1200 0100 0653 1965
BIC: BKAUATWW
KENNWORT: Moscheen

Botschaft des Präsidenten

Botschaft des Präsidenten

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Geschwister!

Ich möchte mich heute an Sie wenden, um Ihnen einerseits einen Einblick in die von der Islamischen Glaubensgemeinschaft getroffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronakrise zu gewähren und andererseits, um einen vorsichtigen Blick in die Zukunft zu wagen.

Wie die meisten von Ihnen ja wissen, hat unsere Glaubensgemeinschaft als erste Religionsgemeinschaft überhaupt bereits vor den ersten Regierungserlässen Maßnahmen zum Schutz unserer Gemeindemitglieder und Mitmenschen getroffen. Am 10. März haben wir verfügt, die Freitagsgebete in allen österreichischen Moscheen bis auf Weiteres auszusetzen. Einige Tage später mussten dann auch die Gemeinschaftsgebete und generell alle Aktivitäten in unseren Einrichtungen eingestellt werden. Wir haben in dieser Angelegenheit im Rahmen unserer Möglichkeiten wirklich sehr schnell reagiert und, wie sich bald herausgestellt hat, auch die richtigen Entscheidungen getroffen. Denn der sorgsame Umgang mit unserer Gesundheit und der Schutz nicht nur unseres eigenen Lebens, sondern auch jenes unserer Mitmenschen, sind auch grundlegende islamische Gebote.

Zur Unterstützung unserer Kultusgemeinden, Moscheegemeinden und Fachvereine haben wir einen detaillierten Maßnahmenkatalog veröffentlicht, der nicht nur die notwendigen Beschränkungen erläutert, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen bezüglich weiterer Schutzmaßnahmen sowie der spirituellen Betreuung ihrer Mitglieder beinhaltet. Die Aufklärung über Schutz- und Hygienebestimmungen erfolgte dabei auf unterschiedlichen Sprachen.

Weil Krankenbesuche und seelsorgerische Tätigkeiten generell derzeit nicht mehr mit persönlichem Kontakt erfolgen dürfen, haben wir eine mehrsprachige Seelsorge über Telefon sowie eine Onlineberatung eingerichtet, um unseren Mitmenschen in Zeiten vermehrter psychischer Belastung weiterhin beistehen zu können.

Wir versuchen darüber hinaus, trotz räumlicher Distanz über unsere Online Kanäle mit Ihnen in Verbindung zu bleiben und die Gemeinschaft weiterhin zu pflegen. Der Austausch von Erfahrungen und Vorschlägen von Geschwistern, die die Zeit daheim nützlich verbringen oder aber auch in sogenannten systemrelevanten Berufen weiterhin aktiv sind, soll Sie in dieser schweren Zeit ermutigen. Mit regelmäßigen Kurzvorträgen, Predigten, Qur’an-Rezitationen und gemeinsamen Bittgebeten möchten wir Sie gemeinsam mit unseren Islamischen ReligionslehrerInnen auch spirituell durch diese Wochen begleiten.
Sie können alle Initiativen und Angebote auf unserer Homepage oder unseren Social Media Kanälen nachlesen und verfolgen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Beschränkungen und Vorschriften unterstützen wir als Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich selbstverständlich uneingeschränkt. Und auch die muslimische Bevölkerung beweist Tag für Tag ihre Kooperationsbereitschaft. Dafür bin ich dankbar.

Es freut mich sehr, dass zahlreiche Moscheeführende gemeinden, muslimische Vereine, Einzelpersonen, Jugendliche und Familien sich in ihren Bundesländern und Städten in Hilfsprojekten zusammengeschlossen haben und beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe sehr aktiv sind, um ältere und bedürftige Menschen zu unterstützen. Auch arbeiten viele Musliminnen und Muslime in gerade jenen Bereichen, die aktuell ganz besonders wichtig für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und die Versorgungssicherheit in unserem Land sind.

Für gerade diese Personen an der vordersten Front, für den Erhalt unserer Gesundheitssystems und für das Wohlergehen all unserer Mitmenschen gilt es, uns auch weiterhin ausnahmslos an die vorgegebenen Maßnahmen zu halten. Vielleicht haben Sie schon gehört, dass sogar der islamische Gebetsruf anders als gewohnt gerufen wird: Anstatt Hayyaal essalah und hayyalel felah hören wir esselatu fi buyutikum. Also die Aufforderung: Betet zu Hause! Zuhause bleiben, Abstand halten, Hygienemaßnahmen befolgen. Nur so schützen wir die gesamte Bevölkerung und können, so Gott will, diese schwierige Situation so schnell wie möglich überstehen.

Noch ist nicht abzusehen, inwiefern sich unsere Gesellschaft, unsere Welt in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden. Diese Erfahrungen könnten dazu führen, dass sich unsere Lebensrealität verändern wird, wir uns auf neue Gegebenheiten einstellen werden müssen. Vielleicht ist dies auch eine Chance für unsere Gesellschaft. Jedenfalls aber ist es eine Chance für jeden Einzelnen von uns, seine Gewohnheiten zu überdenken, zu ändern und von den Erfahrungen zu profitieren. „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt“, sagte schon Mahatma Ghandi.

Ja, meine Damen und Herren, oft neigen wir dazu, auf unseren Schöpfer und seine zahlreichen Segnungen zu vergessen, wenn es uns gut geht. Geschehnissen und Krisen in weit entfernten Ländern berühren uns in der Regel nur wenig. Wir empfinden unsere Lebensweise, unseren Komfort, unsere Gesundheit als selbstverständlich. Niemand von uns hätte noch vor ein paar Wochen gedacht, dass uns Bilder wie jene aus China auch vor unserer eigenen Haustür erreichen könnten. Aber nun stecken wir plötzlich in einer globalen Krise und absoluten Ausnahmesituation. Ja, unser Alltag hat sich komplett verändert. Plötzlich befinden wir uns in existenziellen Nöten, verlieren die Hoffnung und verzweifeln. Aber: gerade in schwierigen Zeiten heißt es, die Hoffnung nicht aufzugeben. Im Gegenteil, wir sollten uns den Herausforderungen verantwortungsvoll mit der nötigen Geduld und Demut stellen, uns bemühen, einen Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten.

Es ist mir vollkommen bewusst, dass diese Krise für viele von Ihnen weitreichende Folgen hat. Jeder von uns ist auf die eine oder andere Art betroffen. Sei es, weil sie selbst oder Angehörige erkranken, die Kinderbetreuung nicht sichergestellt ist, sie ihren Job verloren haben oder ihnen als Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Geschäftsgrundlage verloren gegangen ist. Immer mehr Menschen melden sich bei uns, weil sie vor nicht zu bewältigenden Herausforderungen stehen, sie nicht wissen, wie sie Lebensmittel, Stromrechnung oder die nächste Miete bezahlen sollen.

Gleichzeitig treffen die gesundheitlich notwendigen Beschränkungen unsere Moscheen sehr hart, denn durch das Versammlungsverbot fallen die üblichen Spendensammlungen bei den täglichen Gebeten und vor allem den Freitagsgebeten, die einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmequellen darstellen, jetzt ersatzlos weg. Das führt für viele Einrichtungen dazu, dass Mieten, monatliche Erhaltungs- und Betriebskosten, Kreditraten, Lohnkosten der Imame und des Personals nicht mehr beglichen werden können.

Jetzt heißt es also mehr denn je, als Ummah zusammen zu halten! Die Islamische Glaubensgemeinschaft ruft daher eine Spendensammlung ins Leben, denn es ist unsere gemeinsame Pflicht, einerseits jenen Mitmenschen beizustehen, die nun in Not geraten sind, andererseits aber auch den Erhalt unserer Moscheen zu sichern, die die Generationen vor uns mit großer Mühe und teilweise mit ihren eigenen Händen aufgebaut haben. Nähere Informationen dazu hoffen wir Ihnen bereits in den nächsten zukommen zu lassen. Bitte folgen Sie uns.

Abschließend erlauben Sie mir bitte noch eine Anmerkung: Ich weiß, dass viele gerne hören würden, dass die Beschränkungen die Moscheen und Gebetshäuser betreffend so bald wie möglich enden mögen. Vor allem angesichts des bevorstehenden Fastenmonats Ramadan. Den Erlässen der Bundesregierung folgend, mussten wir unsere Maßnahmen um weitere zwei Wochen bis 13. April verlängern. Auch unser weiteres Vorgehen wird sich alternativlos an den Vorgaben der Gesundheitsbehörden und Regierung orientieren müssen. Bleiben wir aber zuversichtlich. Egal wie es kommt, nichts geschieht ohne Grund. Wie heißt es im Qur’an? „Nichts kann uns treffen außer dem, was Allah uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer. Und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit, Geduld und Zuversicht.

Mag. Ümit Vural
Präsident der IGGÖ

Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete wird verlängert

Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete wird verlängert

1. Den gesetzlichen Vorgaben der Regierung folgend müssen wir die Aussetzung der Gemeinschafts- und Freitagsgebete sowie jedwede Aktivität in unseren Moscheen und Vereinsräumlichkeiten leider bis 13. April 2020 verlängern. Jede weitere Entscheidung wird sich auch weiterhin an den Regierungserlässen orientieren. Wir danken für Ihr Verständnis!

2. Ab 2. April wird die IGGÖ jeden Donnerstag um 20 Uhr eine kurze Qur’an-Rezitation und ein Bittgebet auf ihren sozialen Medien und YouTube ausstrahlen. Wir rufen alle Geschwister auf, sich unserem Bittgebet von zuhause anzuschließen. Trotz räumlicher Distanz bleiben wir doch im Glauben vereint! Bitte leiten Sie diese Information weiter.

Informationen zu finanziellen Unterstützungsmaßnahmen während der Corona-Krise

Informationen zu finanziellen Unterstützungsmaßnahmen während der Corona-Krise

Informationen zur Mietzinsreduktion (für KG/MG/Fachvereine)

Uns ist bekannt, dass viele Kultusgemeinden, deren Moscheeeinrichtungen, Moscheegemeinden und Fachvereine derzeit finanzielle Einbußen hinnehmen müssen und daher ihre Kosten senken müssen. Eine Frage, die sich oft stellt ist folgende: Wenn durch die Corona-Krise das Geschäftslokal nicht mehr verwendet werden kann, hat der Mieter die Möglichkeit die Miete zu reduzieren?

Das Bundesministerium für Justiz vertritt unvorgreiflich der unabhängigen Rechtsprechung die Rechtsansicht, dass das ABGB für den Fall, dass ein Geschäftsraummieter seine Geschäftsräumlichkeiten aufgrund der getroffenen Maßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19) nicht mehr nutzen kann, bereits Regelungen vorsieht. Aus den §§ 1104 f ABGB und § 1096 ABGB kann abgeleitet werden, dass nach geltendem Recht der Vermieter das Risiko dafür trägt, dass der Geschäftsraum wegen außerordentlicher Zufälle nicht gebraucht werden kann. Dem Mieter einer Geschäftsräumlichkeit kann daher – je nach Grad der Einschränkung – eine Mietszinsreduktion (bis zum gänzlichen Mietzinsentfall) zustehen. Dies gilt für alle Geschäftsraummieten, unabhängig davon, ob das MRG anwendbar ist. Freilich müssen jeweils die Umstände des Einzelfalls und der konkrete Vertrag berücksichtigt werden.

Es zeichnet sich also eine zumindest eine teilweise Mietfreistellung ab. Jedenfalls ist es allerdings wichtig mit Ihrem Vermieter in Kontakt zu treten und eine gütliche Einigung zu suchen. Das Musterschreiben für die Mietszinsreduktion finden Sie hier.

Informationen zur Kurzarbeit (für KG/MG/Fachvereine)

Neben den bereits angesprochenen Zahlungen für Miete, stellen die Kosten für Mitarbeiter eine große Hürde dar. Es stellen sich daher viele von Ihnen die Frage, ob das Covid-19 Kurzarbeitsmodell für eine Kultusgemeinde, Moscheegemeinde oder einen Fachverein in Frage kommen könnte. Eine definitive Antwort darauf können wir leider nicht geben, da es nahezu täglich Änderungen der Voraussetzungen gibt. Wir gehen derzeit jedoch davon aus, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie eben Kultusgemeinden, Moscheegemeinden oder Fachvereine, nicht von dem Zugang zu Covid-19 Kurzarbeit ausgenommen sind und daher einen Antrag auf Kurzarbeit stellen können. Sollte dies bei Ihnen nötig sein, um Kündigungen zu verhindern, empfehlen wir dies. Wichtig ist jedoch, dass die tatsächliche Arbeitszeit auch Berücksichtigung findet.

Sollte also jemand derzeit nur auf 50% seines Arbeitspensums kommen, so ist auch nur eine 50%-ige Kurzarbeit zu beantragen.

Nähere Informationen zur Kurzarbeitsregelung finden Sie auf der Webseite der Arbeiterkammer.

IGGÖ gibt Hoffnung auf „islam.“ in den Zeugnissen nicht auf!

Wien (OTS/IGGÖ) – Der Verfassungsgerichtshof hat in seiner März-Session den Individualantrag der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich auf Richtigstellung des Religionsbekenntnisses von „islam. (IGGÖ)“ auf „islam.“ auf Zeugnissen und Schulnachrichten zurückgewiesen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft fühlt sich nichtsdestotrotz auch weiterhin in der Verantwortung, einen neuerlichen Individualantrag einzubringen, um eine inhaltliche Auseinandersetzung durch den Verfassungsgerichtshof zu erwirken. Eine Verwendung der Kürzel „IGGÖ“ oder „islam. (IGGÖ)“ als Bezeichnungen für eine Konfession erachtet sie keinesfalls als zulässig. Die Rückkehr zur Rechtssicherheit in dieser Angelegenheit ist für die IGGÖ von höchster Priorität.

Weiterhin offen lässt die IGGÖ außerdem die Möglichkeit, sich mit ihrer Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden.

IGGÖ stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

IGGÖ stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat sich solidarisch dazu entschlossen, der österreichischen Bundesregierung und den Behörden ihre aufgrund der derzeitigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossenen Räumlichkeiten, sofern sie den Bedürfnissen und Anforderungen entsprechen, in ganz Österreich zur Verfügung zu stellen, um dem eventuellen Auftreten fehlender räumlicher Kapazitäten zur Versorgung von Bedürftigen entgegenwirken zu können.

„Diese Zeiten sind für alle Mitmenschen gleichermaßen herausfordernd. Es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und uns mit besonders schutzbedürftigen Menschen zu solidarisieren“, so Präsident Vural.

Sollten Gesundheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, der Sicherheitsapparat oder technische Hilfswerke daher Bedarf an Räumlichkeiten haben, bietet die IGGÖ an, entsprechend geprüfte und adaptierte Standorte vorrübergehend umzufunktionieren. Denkbar wäre die Einrichtung von Notquartieren, Lazaretten, Untersuchungszentren oder Räumlichkeiten für Blutspenden und Lebensmittelversorgung.

Gleichzeitig bedankt sich die IGGÖ für das rasche und äußerst kompetente Handeln der Bundesregierung in dieser unerwarteten und in ihren Folgen noch nicht abschätzbaren Krise. Auch weiß sie es zu schätzen, dass alle Glaubensgemeinschaften aktiv in Entscheidungen der Bundesregierung einbezogen wurden und auf diese Weise die der Situation angepasste religiöse Seelsorge für die Bevölkerung gesichert ist, denn auch die Glaubensgemeinschaften sind in dieser angespannten Lage als Ansprechpartner wichtig und extrem gefordert.

IGGÖ stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

Wien (OTS/IGGÖ) – Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat sich solidarisch dazu entschlossen, der österreichischen Bundesregierung und den Behörden ihre aufgrund der derzeitigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossenen Räumlichkeiten, sofern sie den Bedürfnissen und Anforderungen entsprechen, in ganz Österreich zur Verfügung zu stellen, um dem eventuellen Auftreten fehlender räumlicher Kapazitäten zur Versorgung von Bedürftigen entgegenwirken zu können.

„Diese Zeiten sind für alle Mitmenschen gleichermaßen herausfordernd. Es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und uns mit besonders schutzbedürftigen Menschen zu solidarisieren“, so Präsident Vural.

Sollten Gesundheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, der Sicherheitsapparat oder technische Hilfswerke daher Bedarf an Räumlichkeiten haben, bietet die IGGÖ an, entsprechend geprüfte und adaptierte Standorte vorübergehend umzufunktionieren. Denkbar wäre die Einrichtung von Notquartieren, Lazaretten, Untersuchungszentren oder Räumlichkeiten für Blutspenden und Lebensmittelversorgung.

Gleichzeitig bedankt sich die IGGÖ für das rasche und äußerst kompetente Handeln der Bundesregierung in dieser unerwarteten und in ihren Folgen noch nicht abschätzbaren Krise. Auch weiß sie es zu schätzen, dass alle Glaubensgemeinschaften aktiv in Entscheidungen der Bundesregierung einbezogen wurden und auf diese Weise die der Situation angepasste religiöse Seelsorge für die Bevölkerung gesichert ist, denn auch die Glaubensgemeinschaften sind in dieser angespannten Lage als Ansprechpartner wichtig und extrem gefordert.

Gemeinsam trotz Distanz

Gemeinsam trotz Distanz

Aushänge zum Ausdruck

Aushänge zum Ausdruck

Aushang für den Eingang

Aushang für den Eingang

Aushang Nachbarschaftshilfe

Aushang Nachbarschaftshilfe

Schutzmaßnahmen COVID-19

Schutzmaßnahmen zu COVID-19

Anbei finden Sie die von der österreichischen Bundesregierung empfohlenen Schutz- und Hygienemaßnahmen zum Ausdruck.

Schutzmaßnahmen downloaden

Maßnahmenkatalog COVID-19

Maßnahmenkatalog zu COVID-19

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) am 11. März 2020 zu einer weltweiten Pandemie erklärt.

Mit heutigem Stand (16.03.2020) gibt es 1.080 bestätigte Fälle und zwei Todesfälle in Österreich. Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat auf Basis der Expertise internationaler WissenschaftlerInnen erklärt, dass der Höhepunkt der Pandemie noch bevorsteht. Es gilt daher nun so rasch wie möglich alle nötigen Maßnahmen zu setzen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, unser Gesundheitssystem nicht in Bedrängnis zu bringen und die älteren und bedürftigen Mitglieder unserer Gesellschaft zu schützen bzw. nicht zu gefährden.

In einer Sondersitzung des Nationalrates wurden am Sonntag, den 15. März 2020 die Gesetzesgrundlage für einschneidende Maßnahmen im Kampf gegen das Virus geschaffen. Das neue Gesetz (COVID-19-Maßnahmengesetz) ist bereits heute Montag, den 16. März 2020 in Kraft getreten.

Diese Maßnahmen der Bundesregierung haben unweigerlich erhebliche Auswirkungen auf die muslimische Gemeinschaft und Infrastruktur, insbesondere auf unsere Moscheen, im Vorfeld und vermutlich auch während des Fastenmonats Ramadan.

Als MuslimInnen Österreichs sind wir aufgerufen, unserer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Daher erklärt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), dass mit heutigem Tag (16.03.2020), dem Erlass der Bundesregierung folgend alle Gemeinschaftsgebete innerhalb der Einrichtungen der Kultusgemeinden, Moscheegemeinden und Fachvereine sowie andere Formen von Versammlungen und Moscheeaktivitäten bis auf Widerruf auszusetzen sind.

Diese Entscheidung des Obersten Rates der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich erfolgt nach Absprache mit ihrem theologischen Beratungsrat, den Gesundheitsbehörden und der Bundesregierung.

Wie lange diese Maßnahmen Gültigkeit haben hängt von der weiteren Entwicklung der Verbreitung des Virus und den damit zusammenhängenden Beschlüssen der österreichischen Bundesregierung ab.

Wir stehen derzeit mit dem Österreichischen Rundfunk in engem Austausch, um eine wöchentliche Sendezeit zu erhalten, um uns an unsere Gemeinde wenden zu können. Sobald wir in Kenntnis der Ausstrahlungszeit gesetzt wurden, werden wir dies selbstverständlich bekanntgeben.

Wir bitten um Verständnis für die drastischen Maßnahmen in dieser Notsituation und bitten Gott, den Allmächtigen, die ganze Menschheit von dieser Pandemie zu befreien, unsere Geschwister in den Krisenregionen der Welt zu beschützen und allen Erkrankten Heilung zu schenken.

Weitere Informationen und regelmäßige Updates werden wir Ihnen per Email, auf unserer Webseite und auf unseren sozialen Kanälen zukommen lassen.

Mag. Ümit Vural
Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

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Religionsvertreter beschließen weitere Maßnahmen

Religionsvertreter beschließen weitere Maßnahmen

Aufgrund der jüngsten Erkenntnisse zum Coronavirus haben sich auf Einladung der Bundesregierung heute die Vertreter aller anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften im Bundeskanzleramt versammelt. Gemeinsam wurde entschieden, die Aktivitäten in den religiösen Gemeinden für die nächsten Wochen weitestgehend auszusetzen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hatte ja den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden folgend bereits vor zwei Tagen verlautbart, die Freitagsgebete in allen Moscheen österreichweit vorübergehend auszusetzen. Dieser Schritt hat sich nun angesichts der dramatischen Entwicklungen als richtig und vernünftig erwiesen, denn die kommenden Wochen scheinen entscheidend, wenn es um die effektive Eindämmung einer weiteren Ausbreitung der Pandemie geht.

Die Tore der Moscheen bleiben für die täglichen Gebete und die Seelsorge so wie bisher verkündet weiterhin geöffnet, denn gerade in Zeiten wie diesen brauchen die Menschen den seelischen und spirituellen Zuspruch ganz besonders. Jedoch ruft die IGGÖ ihre Einrichtungen dazu auf, penibel darauf zu achten, Menschenmengen in ihren Räumlichkeiten zu vermeiden.

„Unsere größte Sorge gilt den älteren und schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Sie gilt es nun ganz besonders zu schützen“, so Präsident Vural. Er hält daher alle Musliminnen und Muslime dazu an, den Forderungen der Bundesregierung nachzukommen, die empfohlenen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, auf größere Zusammenkünfte auch innerhalb der Familie so weit wie möglich zu verzichten und all jenen Personen, die diese benötigen, ihre Unterstützung zukommen zu lassen.