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Islam in Europa

  • Dienstag 20 September 2011

    Kein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen!

    Aussprache mit Bundesministerin Liese Prokop

    Zu einem ausführlichen Gespräch trafen sich Bundesministerin Liese Prokop und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Anas Schakfeh am 9. März im Innenministerium.

    In einem konstruktiven Dialog und in entspannter Atmosphäre stellte man Einigkeit darin fest, dass Religion und Tradition differenziert betrachtet werden sollen. Soziale Missstände (Gewalt gegen Frauen, Zwangsheirat und Ehrenmorde) könnten nicht der Religion Islam angelastet werden, der eine Gegenposition zu solchem Unrecht vertritt. Religionsfreiheit einschließlich des darin begründeten Rechts auf die Ausübung der jeweiligen religiösen Glaubenspraxis steht als Teil des Grundgesetzes außer Frage. Insofern ist das Kopftuchtragen muslimischer Frauen eingeschlossen, auch im gesamten schulischen Rahmen. Die Innenministerin stellte klar, dass sie absolut nicht für ein Kopftuchverbot sei.

    Beide Seiten betonten die in Österreich übliche Dialogkultur, die wichtig sei um das gute Zusammenleben zu fördern und gegenseitiges Verständnis und Respekt weiter aufzubauen.
    Das Gespräch sah man so auch als ein Anknüpfen an die bisherigen guten Kontakte zwischen den staatlichen Behörden und der Islamischen Glaubensgemeinschaft und nahm die Gelegenheit wahr über Projekte und Vorhaben zu sprechen.
    Für die IGGiÖ waren auch der persönliche Referent Mouddar Khouja und die Medienreferentin Amina Baghajati am Dialog beteiligt.

    Dieser Text ging als gemeinsame Presseaussendung der Bundesministerin Liese Prokop und des Präsidenten der IGGiÖ Anas Schakfeh an die Medien.

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