23.August 2019

Diskriminierung von MuslimInnen geht unvermindert weiter

Gesetzliche Diskriminierung von MuslimInnen geht unvermindert weiter –
Kopftuchverbot negiert Grundrechte muslimischer Mädchen und Frauen

Das bereits beschlossene Kopftuchverbot in Kindergärten und Volksschulen, vor dem wir gewarnt hatten, und aktiv gegen das Verbot auch juristisch vorgehen, war der erste Schritt zur Segregation und Diskriminierung von muslimischen Mädchen. Man sieht nun bestätigt, dass es nicht dem Kindeswohl diente, sondern nur der erste Schritt war, um das Kopftuch aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Das geplante, ausgeweitete Kopftuchverbot zielt darauf ab, die gebildete Muslimin als aktiven Teil unserer Gesellschaft, Schritt für Schritt, aus dem gesamten öffentlichen Leben auszuschließen und ihren Beitrag zu minimieren.

Solche Gesetzesvorhaben diskriminieren ausschließlich Trägerinnen des islamischen Kopftuchs, das eben Teil der religiösen Praxis ist und damit nicht von der Politik nach Belieben bewertet werden kann. Denn was Glaubenspraxis ist, bestimmen Kirchen und Religionsgesellschaften noch immer selbst - frei von staatlicher Bevormundung. Grundrechte stehen eben auch ÖsterreicherInnen muslimischen Glaubens zu.

Unser Standpunkt ist klar: Kein Wahlkampf auf dem Rücken von MuslimInnen.

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Sonntag, 15.12.2019
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