25.Juni 2019

Aktuelles zur Zeugnis-Causa

Kurzer Überblick, wie der Standpunkt der IGGÖ ist und warum wir dem „Kompromiss“ des Bildungsministeriums NICHT zugestimmt haben.

Es geht um den islamischen Religionsunterricht. Das wurde in den Gesprächen mit dem Bildungsministerium wie auch dem Kultusamt deutlich. Das heißt, die eigentliche Herausforderung für die Muslime wird es sein, den etablierten *islamischen* Religionsunterricht in dieser Form zu unterhalten. Es geht um unsere Kinder und eine Institution, die seit dem Schuljahr 1982/83 einmalig in ganz Europa ist. Muslime dürfen ihre Kinder auf ihre Art und Weise mit den Grundlagen der Religion bekannt machen.

Wir sind jene Institution, die sich auf das Islamgesetz von 1912 berufen kann und darf. Das dürfen wir nie vergessen. Aus unserer Sicht ist die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) aufgrund ihres überkonfessionellen Charakters und ihrer Rechtstradition, die bis ins Jahr 1912 zurückreicht, berechtigt weiterhin das alleinige Kürzel „islam.“ zu führen, da sich andere Religions- bzw. Bekenntnisgemeinschaften von uns abgespalten haben, einen mono-konfessionellen Charakter aufweisen, aber ihrerseits keinen Anspruch erheben können, jeweils die gesamte Konfession zu vertreten (siehe schiitische Kultus- und Moscheegemeinden innerhalb der IGGÖ).

Das Bildungsministerium stützt sich auf die Rechtsmeinung des Kultusamts, welches folgende Bezeichnung für rechtskonform hält:

ALEVI für die Alevitische Glaubensgemeinschaft
islam. (SCHIA) für die Bekenntnisgemeinschaft SCHIA
und für die Glaubensgemeinschaft islam. (IGGÖ)

Das heißt, wir haben in Zukunft das islam. vor dem Kürzel, aber wir glauben weiterhin, dass islam. ohne Zusatz – so wie früher möglich ist und daher werden wir den VfGH (Verfassungsgerichtshof) anrufen, um ein für alle mal eine klare, rechtskonforme Lösung zu erreichen.

Als islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) sind wir in der Verantwortung, eine rechtskonforme und nachhaltige Lösung vor dem Verfassungsgerichtshof suchen zu müssen.

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Mittwoch, 21.08.2019
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