31.Oktober 2014

Verdacht den Islam als Terrorgrund zu missbrauchen in Niederösterreich

 

Wie wir aus aktuellen Medienberichten erfahren, wird ein 14jähriger Jugendlicher aus unserem Bundesland verdächtigt einen Sprengstoffanschlag auf Einrichtungen der ÖBB geplant zu haben und scheint dafür möglicherweise eine missbräuchliche Auffassung unserer Religion als Beweggrund zu haben. Abgesehen davon, dass wir jede kriminelle Gewalttat, die, wenn sie ausgeführt wird, Leid über Opfer und deren Nahestehenden bringt, auf das Schärfste verurteilen, verurteilen wir ebenso den Missbrauch unserer Religion für solche Taten oder Pläne dazu. Selbstverständlich ist so etwas in keiner Weise mit dem Islam vereinbar.

Die regelmäßige Betreuung unserer Jugendlichen in unseren religiösen Einrichtungen ist bisher ein Garant dafür, dass diese Jugendlichen mit derartigen Ideen nicht sympathisieren.

 

Wir rufen auch die Gesellschaft insgesamt dazu auf dafür zu sorgen, dass alle Jugendlichen in Österreich, egal welchen ethnische Hintergrundes oder welcher Religion, sich gleich gut angenommen in unserer Gesellschaft fühlen, und somit auch die pluralistischen Werte unserer Gesellschaft als wichtig erachten und auch ihnen so persönlich entgegengebracht erleben können. Nicht zuletzt ist einmal mehr auch die Politik aufgerufen gerade in der derzeitigen Phase einer Neuschaffung der rechtlichen Grundlage des Islamgesetzes diese so zu gestalten, dass daraus auch junge Muslime ihre Pluralen Identitäten in diesem Land als positiv erlebbare Tatsachen sehen können und so gegenüber radikalen und gewalttätigen Ideen unempfänglich sind.

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Montag, 10.12.2018
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