22.September 2014

Zusammen in Österreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit großer Besorgnis stellen wir fest, dass gewaltätige Übergriffe auf Muslime, speziell muslimisch gekleidete Frauen, häufiger werden.
Nachdem es leider zum traurigen Alltag wurde, dass islamische Gebetsplätze oder Baustellen für muslimische Einrichtungen geschändet wurden, gab es jetzt innerhalb kürzester Zeit zwei gewaltsame Übergriffe auf muslimische Frauen.

In einem der Fälle handelte es sich um eine 84 jährige Frau mit Gehhilfe! Ein feiger und moralisch äusserst verwerflicher Akt des Hasses!

Die Reaktionen der Politik und der Öffentlichkeit bleiben leider weit hinter dem zurück was wir uns als Österreicher muslimischen Glaubens erhofft und erwartet hatten.
Unabhängig vom Glauben ist Österreich die Heimat der hier ansässigen Menschen und es ist notwendig, dass jeder gleichermaßen Sicherheit und Schutz seiner Person erfahren kann und muss!

Während Muslime sich von jeder öffentlichen Untat anderer Muslime distanzieren und dies gerne tun, selbst wenn die Tat in keinem Zusammenhang mit der Religion steht, wird die Stigmatisierung und der Generalverdacht gegen alle Muslime verschärft.
Gleichzeitig fragt sich aber die muslimische Gemeinschaft wo die Forderung nach Distanzierung bleibt wenn wehrlose Menschen auf der Straße Opfer von Gewalt werden. Gilt es nicht diese Gewalttäter ebenso zu deradikalisieren wie jeden anderen Fanatiker auch?

Aus manchen Bundesländern wurde uns berichtet, dass die Lehrer aller Schulen (!) dazu angehalten wurden muslimische Schüler besonders zu beobachten und alle Auffälligkeiten zu melden! Dieses Verhalten und diese Forderungen sind zutiefst besorgniserregend, da sie die muslimischen Schüler unter Generalverdacht stellen.
In Zeiten in denen Scharfmacher und Extremisten die Menschen trennen führen solche Maßnahmen nur zu weiterer Angst und Ausgrenzung.
In konkreten Fällen in denen begründeter Verdacht oder auch einfach Sorge von Seiten der Eltern oder der Lehrerschaft bestehen können wir auf ein starkes Team von Beratern zurückgreifen die gerne zu Einzelgesprächen oder für Gruppentermine angefragt werden können!

Mehr denn je müssen wir heute zusammestehen und uns die Hände reichen um gemeinsam Gewalt, Extremismus und Diskriminierung zu stoppen! Die IRG-Linz für Oberösterreich sowie die IGGiÖ für ganz Österreich, verfügen über eine Vielzahl von Spezialisten welche zur Mediation, Betreuung oder als Referenten zu bestimmten Fragen gerne in Schulen, Betriebe oder andere Einrichtungen kommen! Bei Rückfragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung!

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Donnerstag, 13.12.2018
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