10.Februar 2014

Rotes Kreuz: "Kein Blut von "TürkInnen" und Muslimen"

 

Rotes Kreuz möche keine Blutspenden von "TürkInnen" und Muslimen, wie eine Ärztin am Telefon mitteilte.

Eine Blutspendenaktion von Österreicherinnen und Österreicher mit muslimischen Religionsbekenntnis wurde abgelehnt. Das haben wir zu unserer Bestürzung feststellen müssen, als wir als „Islamische Religionsgemeinde Linz“ angeboten haben, eine Blutspendenaktion zu organisieren.

 

Im Gespräch mit einer Ärztin vom Oberösterreichischen Roten Kreuz lehnte diese so eine Aktion ab, weil Vereinigungen von Menschen mit muslimischen Religionsbekenntnis, beziehungsweise mit einer Herkunftsgeschichte aus einem Land, wo die Menschen muslimische oder türkischer Herkunft seien grundsätzlich für Blutspendenaktionen aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommen würde.

Dass viele der Österreicherinnen und Österreicher mit muslimischen Religionsbekenntnis nicht nur in Österreich geboren und aufgewachsen sind und hier seit der Geburt ständig in das heimische Gesundheitssystem eingebunden sind, scheint unbedeutend zu sein. Als Beleg für diese Haltung hat die Ärztin via Mail einige Artikel zugesendet, wo auf bestimmte Regionen in der Türkei und gesundheitliche Probleme hingewiesen wird.

Was nicht gesendet wurde, waren Statistiken, wo man Österreicherinnen und Österreicher mit muslimischen Religionsbekenntnis oder türkischer Erst- oder Zweitsprache sozusagen „ungeeignetes Blut“ nachweist. Abgesehen davon zeigen Blutspendenaktionen, wie sie zum Beispiel von verschiedenen muslimischen Vereinen in der Vergangenheit durchgeführt wurden, darunter auch von der IGGiÖ, dass dies nicht die allgemeine Praxis zu sein scheint. Auf der Homepage diese international operierenden Organisation heißt es zudem: „Auf internationaler Ebene spricht sich das ÖRK dafür aus, die gesellschaftliche Teilhabe (Inklusion) von Migrantinnen und Migranten zu sichern und den Respekt für Vielfalt zu wahren."

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