Spitalseelsorge

Warum wurde die Islamische Seelsorge gegründet?

Die Obsorge für die Kranken und sozial Bedürftigen ist für MuslimInnen eine religiöse Pflicht. In den Herkunftsländern muslimischer BürgerInnen finden kranke, behinderte, oder von Schicksalsschlägen getroffene Menschen meist Unterstützung und Pflege in der Familie. In der Migration verändern sich
häufig die familiären und sozialen Strukturen, Hilfestellung durch Außenstehende gewinnt an Bedeutung. Österrreich wird zunehmend zur Heimat für oftmals schon hier geborene muslimische BürgerInnen, eine Bindung zum Herkunftsland ist manchmal kaum oder gar nicht mehr vorhanden. In Kirisensituationen ist es besonders wichtig, wenn Menschen eine Möglichkeit gegeben wird, Trost und Verständnis durch eine Begleitung finden zu können, die den religiösen und kulturellen Bedürfnissen gerecht wird. Der Glaube kann in belastenden, womöglich mit Schmerzen oder Ängsten verbundenen Lebenslagen eine entscheidende Stütze und Kraftquelle sein.

Die MitarbeiterInnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kranken oder anders bedürftigen Menschen islamischer Prägung, insbesondere während eines Aufenthaltes in einem Spital oder auch in anderen Einrichtungen wie etwa Flüchtlingsheimen, Beistand zu leisten. Da die Ressourcen der Gemeinschaft bescheiden sind, ist der IBS vorerst auf Basis ehrenamtlicher Mitarbeit aufgebaut.

Der persönliche Kontakt zwischen unser MitarbeiterInnen und dem Personal in öffentlichen Einrichtungen kann darüber hinaus dazu beitragen, dass Vorurteile oder etwaige ablehnende Gefühle gegenüber MuslimInnen ohne weiteres Zutun relativiert werden. Durch laufende Besuche wird bekannt,wohin man sich bei Fragen oder Problemen wenden kann. Es ist die ausdrückliche Absicht der islamische Seelsorge Brücken zwischen MuslimInnen zu schlagen.

Die Einrichtung des Vereines für Spitalseelsorge bedeutet nicht nur die Schaffung einer wichtigen Dienstleistung für muslimische BürgerInnen, sondern gleichzeitig auch für MigrantInnen aus zahlreichen Herkunftsländern. Muslimische MitarbeiterInnen leisten durch ihre Besuchsdienste in den Spitälern und insbesondere durch ihre sprachlichen und soziokulturellen Kompetenzen einen wichtigen Beitrag zur interkultrellen Kommunikation zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen im Sozial,- und Gesundheitsbereich.

Auch die interkonfessionelle Zusammenarbeit in Spitälern und anderen öffentlichen Einrichtungen hat seit der Gründung des Vereins einen maßgeblichen Aufschwung erfahren.

 

Was sind unsere Aufgaben?

MuslimInnen in Spitälern, hauptsächlich im AKH Wien, aber auch in anderen öffentlichen Einrichtungen wie etwa Flüchtlingsheimen, Altersheimen oder Mutter- Kindheimen werden von kompetenten MitarbeiterInnen, gegebenenfalls auf Anfrage aufgesucht und auf Wunsch betreut.

 

Das Angebot des Islamische Seelsorge umfast:

  • Gespräch und soziale Untesrützung von PatientInnen sowie deren Angehörigen
  • Seelsorge: religiöses Gespräch, Gebet, Unterstützung in Fragen der religiösen Praxis im Krankenhaus, Sterbebegleitung v.a.
  • Unterstützung der Angehörigen bei Todesfällen, z.B. Hilfestellung bei der Organisation der rituellen Totenwaschung oder bei der Bestattung
  • Pflege des Kontakts mit dem Krankenhauspersonal und zu Einrichtungen im Sozial,- und Gesundheitsbereich
  • Maßnahmmen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Kranken/Angehörigen bzw. Heiminsassen, z.B. muttersprachliche Unterstützung, Fortbildungsangebote zum religiöskulturellen Hintergrund von MuslimInnen.

 

Leitung Islamische Spitalseelsorge der IGGÖ

Herr Erkan Erdemir, MA

Mobil: +43 699 19 08 95 28
Mail: erkan.erdemir@derislam.at
Facebook:
www.facebook.com/IslamischeSpitalseelsorge/
Website: http://www.akh-seelsorge.at/muslimisch/kontakt-leitungsteam
 

Seelsorge für muslimische PatientInnen im Allgemeinen Krankenhaus Wien
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
Sekretariat Ebene 5


Bürozeiten: Mo - Fr: 9-12 Uhr, 13-16 Uhr
Telefon: +43 1 40400 14780