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KONFERENZ Europäischer Imame und SeelsorgerInnen Wien 2006

Nach dem Karikaturenstreit gewinnt die seit langem geplante Konferenz europäischer Imame und SeelsorgerInnen an besonderem Gewicht. Stand bei vorigen Konferenzen das theologisch begründete Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und Menschenrechten im Mittelpunkt, so soll nun über die grundsätzliche Standortbestimmung hinaus gearbeitet werden.
Zum Nachlesen:
Erste Österreichische Imamekonferenz

Grazer Erklärung der Europäischen Imamekonferenz 2003

Veranstaltet wird die Konferenz von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Außenministerium, der Stadt Wien
und der Europäischen Islamischen Konferenz.


Eröffnungsfeier: Freitag, 07.04. ab 19.00 Uhr im Wiener Rathaus
Konferenz: Samstag, 08.04. ab 9.00 Uhr im Festsaal der Wiener Universität
Pressekonferenz: Sonntag, 09.04. um 10.00 Uhr an der Islamischen Religionspädagogischen Akademie, 7., Neustiftgasse 117

Angesichts der Herausforderungen der Zeit ist Vernetzung und Zusammenarbeit intellektueller Vordenker und Multiplikatoren des Islam in Europa entscheidend. Vordringlich erscheint die Bearbeitung folgender Schwerpunkte:
• Stärkung des innermuslimischen Gedankenaustausches und der Vernetzung
• Klärung und Sichtbarmachung muslimischer Standpunkte in der aktuellen europäischen Diskussion: Meinungsfreiheit, soziale Aufstiegsmöglichkeiten von Muslimen in Europa, insbesondere in Verbindung mit Blick auf muslimische Frauen und Jugend, rechtliche Aspekte von der Anstrebung eines Anerkennungsstatus (wie in Österreich) bis zur Sicherheitsdiskussion, Beispiele für eine Bereicherung durch muslimische Beiträge etwa auf dem Gebiet der Wirtschaftsethik und der Ökologie
• Theologische Erörterung und Beantwortung drängender Fragen zum Themenbereich "Integration", eng verknüpft mit dem Partizipationsgedanken und der Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Islamfeindlichkeit
• Vertiefung des positiven islamischen Zugangs zu Diversität und Aufzeigen praktischer Wege der Umsetzung im Sinne eines friedlichen und respektvollen Zusammenlebens

Für die Eröffnungsfeier am 7. April ab 19.00 Uhr im Wiener Rathaus haben eine Reihe hochrangiger Gäste zugesagt:

Dr. Wolfgang Schüssel, österreichischer Bundeskanzler und derzeitiger EU-Ratsvorsitzender
Univ. Prof. Dr. Andreas Khol, österreichischer Parlamentspräsident
José Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident
Dr. Ursula Plassnik, österreichische Außenministerin
Dr. Michael Häupl, Wiener Bürgermeister und Landeshauptmann
Dr. Benita Ferrero-Waldner, EU-Kommissarin
Prof. Dr. Abdul-Aziz Altuajiri, Generaldirektor der Islamischen Erziehungs- Wissenschaft- und Kulturorganisation
Dr. Mohamed Ahmed Sherif, Generalsekretär der World Islamic Call Society

Der 8. April ist für die eigentliche Konferenz vorgesehen. Zugesagt haben mehr als 120 Teilnehmer, Damen und Herren, aus 40 verschiedenen europäischen Ländern. Darunter Persönlichkeiten wie Imam Dr. Abduljalil Sajid aus GB, Dr. Axel Ayyub Köhler, neuer Vorsitzender des deutschen Zentralrats der Muslime, Dr. Adly Abu Hajar, Präsident des skandinavischen Muslim Academic Council, der Vorsitzende der Office for Bosnian Diaspora of BiH Mirsad Mahmutovic, Eyup Ramadani von der islamischen Gemeinde Kosovo und Liya Makhmutova, Repräsentantin aus den ehemaligen Sowjetrepubliken. Dazu kommen auch zahlreiche Teilnehmer aus Österreich.

Der Vormittag vermittelt als Einstieg eine Reihe von Referaten prominenter Rednerinnen und Redner:
Frau Dr. Benita Ferrero Waldner, EU- Kommissarin für Außen- und Nachbarschaftsbeziehungen
Frau Dr. Beate Winkler, Vorsitzende der EU Beobachtungsstelle von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: „Situation of Muslim Communities in EU member states: Overview and Perspectives“ (Situation der muslimischen Gemeinden in den EU-Mitgliedsländern: Überblick und Perspektiven)
Herr Univ. Prof. Dr. Richard Potz, Institutsvorstand Fachbereich Recht und Religion an der Universität Wien: „Rechtliche Anerkennung als Basis der Integration der Muslime in Europa“
Herr Qudrat Shah, Head of Service Equalities “The Role and Responsibilities of an Imam”
Ayatolla Sayed Abbas Ghaemmagami, Präsident des Islamischen Zentrums Imam Ali in Hamburg
Dr. Winfried Murad Hoffmann, Botschafter aD., Denker und Schriftsteller: „Integration versus Assimilation“
Frau Mag.a Amena Shakir, Politikwissenschaftlerin: „Islam und Demokratie“
Mag. Amir Zaidan, Direktor des Islamischen Religionspädagogischen Instituts: „Islam europäischer Prägung – eine Theologische Betrachtung“

Um ein möglichst intensives und effizientes Arbeiten zu gewährleisten, gibt es am Nachmittag das Angebot verschiedener Arbeitsgruppen: Bildung und Migrationstheologie, Politik und Wirtschaft, Partizipative Integration, Frauen, Jugend, Ökologie und Nachhaltigkeit.

Die Präsentation des Schlussdokuments ist für den 9. April um 10.00 Uhr vormittags in der IRPA, Islamische Religionspädagogische Akademie, 7., Neustiftgasse 117, vorgesehen.


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