Mehr als achtzig Vereine hatten mit einer gemeinsamen Erklärung zur dramatischen Situation in Gaza eine Demonstration und Kundgebung für Freitag, den 2. Jänner vorbereitet. Nach Polizeiangaben über 5000 Menschen, laut Veranstaltern 8000 bis 10.000 Personen, gingen trotz der eisigen Kälte in Wien auf die Straße, um in einem friedlichen Marsch, der von der Oper über den Ring und den Graben zum Stephansplatz führte, ihre Betroffenheit angesichts der vielen Opfer der israelischen Militärangriffe auszudrücken. Reden in deutscher, türkischer und arabischer Sprache riefen zu einem sofortigen Ende der Militärangriffe und des Massakers in Gaza auf. Im folgenden der Text der Erklärung und die Unterzeichnerliste:
Die unterzeichnenden Organisationen und Vereine verurteilen auf das schärfste das mörderische Vorgehen der israelischen Armee gegen die wehrlose Bevölkerung von Gaza. Vor den Augen der Welt werden Zivilisten kaltblütig bombardiert – Zivilisten, die seit über 18 Monaten durch die Abriegelung von Gaza förmlich ausgehungert worden waren und deren katastrophale humanitäre Situation eines Aufschreis der Weltöffentlichkeit bedurft hätte. Bis Ende 2008, d.h. in nur vier Tagen nach den ersten Angriffen ist eine Opferbilanz von mehr als 400 Toten und 2000 Verwundeten und Schwerverletzten zu beklagen. Hinter jedem dieser Opfer steht ein menschliches Schicksal und trauernde verzweifelte Angehörige. Zahlreiche Frauen und Kinder sind unter den Getöteten.
Ungezählt sind die Verletzten, die in den besonders von der israelischen Blockade betroffenen Spitälern kaum die erforderliche medizinische Hilfe finden können. Auch das Töten von Beamten und Polizisten ist ein Kriegsverbrechen, auch wenn sie Uniformierte sind. Diese sind keine bewaffneten Kämpfer, sondern Angehörige des Verwaltungsapparats.
Wir fordern die Weltgemeinschaft auf, allen voran die arabischen Staaten, die EU, die UNO sowie den neuen US Präsidenten Barak Obama, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um dieses Blutbad umgehend zu beenden. /Fortsetzung:
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