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As-salamu alaikum !

„Dies ist die Homepage der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der offiziellen Vertretung für die religiösen Belange der hier ansässigen Muslime.
Für Muslime und Menschen anderer Religion oder Weltanschauung: Informationen zur Weltreligion Islam und zum muslimischen Leben in Österreich.
Authentisch, offen, transparent: Impulse für den Dialog und Vernetzung untereinander."

Islam in Österreich aktuell: Links zu Medienberichten

• das.journal am 24.12.09: SPÖ will Burka verbieten • KURIER am 2.12.09: Streit-Gespräch zwischen Strache und Baghajati • News.at am 1.12.09: Schakfeh: Ist nur Bauteil, nicht Herrschaftssymbol • Die Presse am 30.11.09: Al-Rawi: Ein trauriger Tag für die Demokratie • Die Presse am 28.11.09: Neue Verfassung für Muslime • Die Welt am 26.11.09: Für Allah und Österreich • Der Standard am 12.11.09: Kein Gegenmittel gegen Vorurteile • religion.orf.at am 30.09.09 (abends): Angezündetes Kopftuch von Muslimin: Schulverweis für Täterinnen • religion.orf.at am 30.09.09 (mittags): In Grazer Schule wurde einer Muslimin Kopftuch angezündet • Die Presse am 16.09.09: Wie eine Hose zum Politikum wird - Gastkommentar von T. Baghajati

Islamische Gefangenenseelsorge

Die Bundesministerin für Justiz Dr. Claudia Bandion Ortner und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Anas Schakfeh unterzeichneten am 26.01.2010 gemeinsam einen Vertrag über die künftige Zusammenarbeit im Bereich der Gefangenenseelsorge. Dabei betonte die Justizministerin die große Bedeutung, die einer seelsorgerischen Betreuung auf dem Weg zur Resozialisierung zukomme. Den stellvertretend für das Team anwesenden Gefangenenseelsorgern Mustafa Yasin und DI Tarafa Baghajati und vor allem dem Leiter Dr. Muhammad Hassan sprach sie ihre Anerkennung aus. Präsident Schakfeh zeigte sich erfreut, dass nach vielen Jahren, in denen ehrenamtliche muslimische Seelsorger und Seelsorgerinnen ausgezeichnete Arbeit leisteten, nun ein wichtiger Schritt zur weiteren Institutionalisierung erreicht werden konnte. Betont wurde die Rolle von Dr. Karl Drexler, Leiter der Vollzugsdirektion, bei der Erstellung des Vertrages. Stellvertretend für die Leiter der Vollzugsanstalten wurde ihm gedankt.

Künftige Vorhaben wie der Ausbau der Fortbildung, eine genauere Dokumentation und damit auch Evaluierung und bedarfsgerechte Versorgung wurden skizziert. Zurzeit werden in rund zehn Gefängnissen regelmäßige Besuche der muslimischen Seelsorge angeboten. In den Justizanstalten Stein und Josefstadt gibt es bereits eigene Räumlichkeiten für das gemeinschaftliche Gebet. Viele Insassen nehmen das Angebot zu Orientierung und innerem Wandel gerne an.
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Spendenaufruf für Haiti

„Niemals werdet ihr Frömmigkeit erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt….“ (Koran 3:92)
„Und wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen.“ (Koran 99:7)

Angesichts der verzweifelten Lage tausender Erdbebenopfer in Haiti fragen sich viele Menschen, wie am effektivsten Hilfe geleistet werden könnte. Viele Muslime haben sich bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft erkundigt, welche Projekte besondere Unterstützung erfahren sollten.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ruft angesichts der dramatischen Lage in Haiti zu Spenden an die in Österreich bekannten und anerkannten Organisationen auf, die bereits gezielte Arbeit vor Ort leisten. So zum Beispiel:
Österreichisches Rotes Kreuz
PSK 2.345.000, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
Caritas-Spendenkonto
PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
Nachbar in Not
PSK 90.150.300, BLZ 60.000, Kennwort "Erdbeben Haiti"
Auch eine bekannte muslimische Hilfsorganisation mit Sitz in Großbritannien ist bereits in Haiti tätig: Muslim Aid, online kann man hier direkt spenden:
muslimaid.org
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Wahlen in der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Die neue Verfassung der Islamischen Glaubensgemeinschaft rückt Neuwahlen in den Blick. Momentan geht es vor allem um die Registrierung der Musliminnen und Muslime in Österreich. Dies bringt viele Fragen mit sich. Darum hier ein Katalog mit häufig gestellten Fragen und Antworten darauf. weiterlesen »

Weihnachten - (k)ein Fest für Muslime?

Wer weiß schon, dass Jesus im Koran eine wichtige Rolle spielt? Dass die Geschichte seiner wunderbaren Geburt durch die jungfräuliche Maria ausführlich wiedergegeben wird? Auch wenn Muslime kein Weihnachtsfest feiern, können sie sich doch ihren christlichen Nachbarn solidarisch besonders verbunden fühlen und ihnen die besten Wünsche für ein friedliches und erfülltes Fest übermitteln. Hier eröffnen sich Möglichkeiten für den Dialog. Sogar historisch gibt es hier Spannendes zu entdecken, siehe ein Bericht auf Qantara zur Verehrung von Jesus und Maria am indischen Moghulhof: Eine Weihnachts-Meditation
Auch ein Anlass, mehr über Jesus und Maria im Islam zu erfahren:
Bekenntnis zu allen Propheten von Adam bis Muhammad
Wer sich zum Islam bekennt, bekennt auch den Propheten Jesus, auf arabisch Isa, Friede sei mit ihm. Das Glaubensbekenntnis „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt und ich bezeuge, dass Muhammad der Diener und Gesandte Gottes ist.“, schließt die Reihe der Propheten, die vor Muhammad (a.s.s.) wirkten mit ein. Der Koran, für die Muslime das Wort Gottes an die Menschen, betont dies zum Beispiel in Sure 2:136, wo Prophetenpersönlichkeiten wie Abraham, Moses und Jesus genannt werden, zwischen denen „kein Unterschied“ zu treffen sei. (siehe unten). 25 Namen von Propheten und Gesandten finden sich mit ihrer Geschichte im Koran.
Dem Prophet Jesus wird durch den Vergleich mit Adam eine ganz besondere Stellung eingeräumt. Die Schöpferkraft Gottes wirkt als Befehl „sei!“ und führt zur direkten Erschaffung von Adam und Jesus. Die Muslime glauben also an das Wunder einer Geburt, ohne dass Jesu Mutter „von einem Mann berührt“ worden wäre. Jesus ist mehr als lediglich Prophet, der die vorherigen Botschaften Gottes den Menschen ins Gedächtnis zurückrufen würde. Gott betraut ihn mit der Verkündigung einer eigenen Sendung, dem Evangelium. Er ist also Gesandter. Hier wird verständlich, warum der Islam für Muslime keine neue Religion darstellt, die erst mit dem Propheten Muhammad in Erscheinung getreten wäre.
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Moschee

Die aktuelle Debatte um Moscheebauten und Minarette zeigt vor allem eines: Mit dem Sichtbarwerden von Muslimen und ihrem Wunsch sich dauerhaft zu etablieren lässt sich ihre Religion nicht länger als etwas „Fremdes“ abtun, als ein vorübergehendes Gastarbeiterphänomen. In einem durch Integrationsdebatten aufgeheizten Klima, in dem Stichworte wie „Leitkultur“ widerspiegeln, wie sehr um die eigene Identität gerungen wird, haben Populisten leichtes Spiel Ressentiments gegen Muslime zu Bedrohungsszenarien zu übersteigern. Der Dialog steht vor einer Herausforderung: Wie bereit ist Österreich die seit 1912 bestehende staatliche Anerkennung des Islam umzulegen auf eine breite Akzeptanz der Muslime und ihrem per Islamgesetz garantierten Recht auf „freie und öffentliche Religionsausübung“? Einem möglichst sachlichen Diskurs können wir uns über eine Reihe von Fragen nähern.

Wie viele Moscheen gibt es in Österreich bisher?
Eigentlich nur vier - in Wien (seit 1979), in Saalfelden (seit 2003) in Telfs (Minarett 2006 ergänzt) und in Bad Vöslau (seit 2009). Denn solange entsprechende Bauten nicht von Beginn an als Moscheen errichtet wurden und nach außen als solche erkennbar sind, sprechen wir eher von „Gebetsräumen“. Eine korrekte Zahl anzugeben ist nicht ganz einfach, nicht nur weil das Sammeln der Adressen schwierig ist und sich immer wieder Veränderungen ergeben. Viele Vereinsräume bieten auch eine Gebetsmöglichkeit, aber ob dort auch ein gemeinsames Freitagsgebet, also mit Ansprache des Imam, abgehalten wird, ist unterschiedlich. Gelistet sind bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft derzeit rund 260 Standorte muslimischer Aktivitäten im weitesten Sinne, die sich aus den Adressen von diversen Vereinen ergeben. Daraus können wir ableiten, dass um die 200 eigentliche Gebetsräume für eine größere Gemeinde anzunehmen sind.
Wien: rund 100, eingeschlossen auch Vereinslokale/ bei 121.149 MuslimInnen, also 7,8 % der Gesamtbevölkerung
Niederösterreich: 43/ bei 48.730 MuslimInnen, also 3,2 % der Gesamtbevölkerung
Oberösterreich: ca. 25 / bei 55.581 MuslimInnen, also 4,0 % der Gesamtbevölkerung
Salzburg: 15 / bei 23.731 MuslimInnen, also 4,5 % der Gesamtbevölkerung
Tirol: 20 / bei 27.217 MuslimInnen, also 4,0 % der Gesamtbevölkerung
Vorarlberg: 15 / bei 29.334 MuslimInnen, also 8,4 % der Gesamtbevölkerung
Steiermark: 30 / bei 19.007 MuslimInnen, also 1,6 % der Gesamtbevölkerung
Kärnten. 11 / bei 10.940 MuslimInnen, also 2,0% der Gesamtbevölkerung
Burgenland: 2 / bei 3993 MuslimInnen, also 1,4% der Gesamtbevölkerung
(Die Anteile der Muslime an der Bevölkerung entsprechen den Ergebnissen der Volkszählung 2001)

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